Uganda: Erste Erfahrung mit der afrikanischen Zeitrechnung

So Leute, der heutige Bericht ist nicht grad ein sehr erfreulicher. Auf dem Weg vom Bwindi impenetrable NP zum Mgahinga Nationalpark passierte uns ein Autounfall. Halt, keine Sorge es ist uns nichts passiert! Auf einer sehr engen, fast nicht befahrenen Strasse kam uns ploetzlich ein anderes Auto entgegen. Zum Glueck waren beide Fahrzeuge nicht sehr schnell, so dass nur ein Blechschaden entstand…


Sofort waren ca. 50 Laute da und guckten was passiert war, obwohl kein Dorf zu sehen war. Zuerst versuchten Paul und der andere Fahrer die Sache vor Ort zu regeln, aber es war keine Einigung zu erzielen, so dass Paul dann auf die Polizei bestand. Wir hatten dort leider kein Handynetz, sodass ein Polizist nicht gleich zu erreichen war. Immer sagte man, man haette jemanden losgeschickt, der die Polizei holt. So ging es den ganzen Tag. Wir warteten und warteten. Manchmal kam ein Laster entlang und wollte an unseren Autos vorbei – was eigentlich nicht moeglich war. Afrikanische Improvisation hat das aber doch geschafft.

Nach fast 9 Stunden dort an dieser Stelle wurde es langsam dunkel und nichts war bisher passiert. Dann liess sich doch noch jemand blicken und der hat dann so einiges vermessen, um herauszubekommen, wer Schuld hatte etc..

Gegen halb 9 uhr abends fuhren wir in die naechst groessere Stadt und morgen sollte dann der Rest geklaert werden. Am naechsten Morgen dauerte es nochmal bis gegen 14 Uhr Nachmittags ehe alles geklaert war.
Und wir konnten wieder zurueck auf die Strasse. Eine Erfahrung, die ich wohl nicht wieder vergessen werde…

Uns geht es gut, also macht euch keine Sorgen und ich sage Tschuess fuer heute…

Eure Ugandareisenden Jens, Mirko und Sandra…

Eine Antwort zu “Uganda: Erste Erfahrung mit der afrikanischen Zeitrechnung

  1. Anonymous writes:Afrika und die Zeit – die Geschichte erinnert mich an 3 Tage campieren vorm Amt des Bürgermeisters von Nouackchott um unsere vorher von der Polizei eingezogenen Reisepässe wieder zu bekommen.Ab und zu tauchte jemand auf und sagte in einer Stunde kommt jemand. So verging Tag für Tag. Mittagessen kochen auf den Stufen des Amtes, mal im Hof ein bisschen Fußball spielen….Nach drei Tagen tauchte plötzlich wie aus dem Nichts der Stadtchef auf, schloss sein Büro auf und gab uns mit einem freundlichen Lächeln unsere in einem Plastebeutel steckenden Pässe zurück.Wir hatten uns eine Menge zurechtgelegt wie wir ihn am liebsten foltern, aber mit seiner überaus freundlichen Art nahm er uns den Wind aus den Segeln uns irgendwie aufzuregen. Er hätte garantiert nicht verstanden warum.In Afrika ticken die Uhren eben anders (soweit überhaupt vorhanden:))Grüße und Euch noch viel Freude wünschtRollo

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