Uganda: Queen Elizabeth Nationalpark – Ishasha Section

27.10.2006:
Heute war mal wieder ein Reisetag eingeplant, und der sollte ziemlich lang werden. Frueh Morgens gegen 8 Uhr wollten wir hier in Kisoro (ganz im Suedwestlichen Zipfel von Uganda) aufbrechen. Unser Ziel fuer heute war der suedliche Teil des Queen Elizabeth Nationalparks. Der Park ist so gross, dass er im allgemeinen in 2 Sektoren unterteilt wird. Der suedliche Teil ist bekannt unter dem Namen Ishasha Section und wurde eingerichtet um die hier ansaessigen Topis, das ist eine Antilopenart, und vor allem um die sehr seltenen baumkletternden Loewen zu schuetzen. Und genau die letztgenannten wollten wir hier aufspueren….

Es gibt nur 2 Populationen von Loewen, die auf Baeume klettern. Eine davon findet man in Uganda, im Ishasha Sektor des Queen Elizabeth Nationalparks. Man nimmt an, dass sie auf Baeume klettern um einen besseren Ueberblick ueber die Umgebung und auf moegliche Beute zu erhalten. Soviel zu unserem Plan…

Aber zuerst hatten wir eine ziemlich weite und anstrengende Fahrt vor uns. Zunaechst verliessen wir Kisoro auf der Strasse in Richtung der Stadt Kabale, eigentlich der einzige Zufahrtsweg von und nach Kisoro. Das Wetter war ausgezeichnet, so dass wir noch lange wunderschoene Ausblicke auf die Vulkane der Virungakette im Grenzgebiet zwischen Uganda, Ruanda und Kongo hatten. Manchmal eroeffnete sich uns auch ein Ausblick auf den Lake Bunyonyi, den wir ja schon besucht hatten.

Nach einer Weile bogen wir dann ab auf die Strecke in Richtung Buhoma ueber Ruhija. Das war die Strecke, die wir schon auf dem Hinweg nehmen wollten, wo uns dann aber der Autounfall stoppte. Wir sollten also nochmal an dem ominoesen Punkt vorbeikommen, wo wir fast einen ganzen Tag wartend verbracht hatten. Paul, unser Fahrer, wollte diesmal auf Nummer sicher gehen und hat vor fast allen unuebersichtlichen Kurven erstmal kurz gehupt. Gut so!! Die Strecke war wunderschoen, wir streiften nochmal einen Teil des Bwindi Impenetrable Nationalparks mit seinem einzigartigem Regenwald. Tiere haben wir aber keine gesehen, dafuer hatten wir einen tollen Blick auf den Lake Edward und die umliegenden Berge.

Der letzte Teil der Fahrt fuehrte uns durch Buschland und spaeter durch Savanne, ehe wir die Grenze zum Queen Elizabeth NP passierten. Unsere Safari ging wieder los…

Waehrend der Fahrt zum Ishasha Camp sahen wir ein paar Antilopen und eine Herde Bueffel, die Loewen sollten hoffentlich noch kommen. Wir erreichten das Camp kurz vor 17 Uhr. Nun hiess es Unterkunft buchen, Nationalparkeintritte bezahlen etc. Da fragte uns ein Ranger, ob wir heute noch einen Game Drive zu den Loewen machen wollten. Er wuesste heute wo man sie finden kann und es waere nicht allzu weit. Wir dachten uns natuerlich, klar, lieber heute noch (und dabei ziemlich sicher sie auch zu finden), als morgen, wenn man nicht genau wuesste wo sie anzutreffen sind. Wir also schnell die Kameras hervorgeholt, und ab ins Auto. Wir fuhren vielleicht eine halbe Stunde, da lag ein maennlicher Loewe direkt neben der Piste. Der Ranger meinte, es waere nur ein „gewoehnlicher Loewe“, also nichts besonderes. 🙂

Wir also kurz angehalten, beobachtet und weiter ging die Fahrt. Wir sahen noch weitere Bueffel, Uganda Kobs und Topis, ehe wir dann den Baum erreichten, wo 5 Loewen gerade eine Siesta hielten. Er war nicht weit entfernt vom Fahrweg, sodass wir ziemlich nah an sie heran kamen. Sie liessen sich nicht stoeren und schliefen weiter.
Wir hatten also die seltenen „tree-climbing-lions“ gefunden. Es war einfach toll…

Nach ausgiebiger Beobachtung fuhren wir dann wieder schnurstracks zurueck ins Camp um unser Abendessen zu bestellen. Man sollte moeglichst ueberall rechtzeitig bestellen, da die Zubereitung u.U. recht lange dauern kann. Diesmal warteten wir ca. 2 Stunden ehe das Essen fertig war. Wir unterhielten uns noch mit 2 weiteren Deutschen, die schon lange hier in Ostafrika arbeiten – fuer eine Strassenbaufirma.

Nach dem Essen wollten wir uns noch am Lagerfeuer vor unserer Banda, das ist eine typische afrikanische Rundhuette, versammeln und den Abend bei ein paar Bierchen ausklingen lassen. Wir liefen also los in Richtung Banda (es war schon ’ne Weile dunkel), da sahen wir mehrere Hippos direkt vor unserer Huette grasen. Wir waren ziemlich aufgeregt (besonders Sandra 🙂 ), da man ja immer wieder hoert, dass Hippos in Afrika zu den gefaehrlichsten Tieren gehoeren. Paul, der uns begleitete, meinte aber, man muesste ihnen nur mit den Taschenlampen ins Gesicht leuchten, da wuerden sie schon abhauen. Taten sie dann auch…

Wir nahmen also am Lagerfeuer Platz, da kamen noch 2 Wildhueter und gesellten sich zu uns, um uns vor wilden Tieren zu beschuetzen. Das Lagerfeuerthema Nummer eins in Afrika ist meistens die Tierwelt im jeweiligen Nationalpark, ob es hier auch Loewen am Camp gibt etc…
War ein netter Abend am Feuer…

So das war unser Bericht vom Ishasha Sektor des Queen Elizabeth NP. Morgen wollten wir dann in den Nordteil des Parks nach
Mweya fahren.

Bis Bald!

Euer Ugandateam
Jens, Sandra und Mirko

Eine Antwort zu “Uganda: Queen Elizabeth Nationalpark – Ishasha Section

  1. ghjhf writes:

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