Uganda: Zweite Erfahrung mit der afrikanischen Zeitrechnung

04.11.2006
Nun war es also offiziell soweit, unser Rueckflug stand unmittelbar bevor. Doch was war das fuer eine Durchsage? Die Beleuchtung der Landebahn sei ausgefallen, es werde aber umgehend begonnen die kaputte Beleuchtung zu reparieren. Verspaetungen wurden angekuendigt. Emirates verteilte kostenlose Essensmarken als Entschaedingung. Naja wir dachten es wird schon nicht so lange dauern, also machten wir es uns auf einer Bank bequem und warteten. Die Stunden vergingen und die Landebahnbeleuchtung ging immer noch nicht.

Seit Stunden war der Flughafen komplett unbenutzbar. Keine Flugzeuge konnten Entebbe anfliegen und natuerlich konnte auch nicht gestartet werden. Das Flugzeug, mit dem wir nach Nairobi und dann weiter nach Dubai fliegen sollten, hing immer noch in Nairobi fest. …

Langsam daemmerte uns, dass das wohl heute nichts mehr werden wuerde. Das Problem an der Sache war, dass wir alle 3 gleich am naechsten Tag wieder arbeiten gehen mussten. Naja, wir versuchten alle, jemanden von Arbeit zu erreichen, um ihnen mitzuteilen, dass wir in Uganda festsitzen. Irgendwann war es dann auch amtlich: Heute geht nix mehr. Wir sollten alle in Busse einsteigen und man wollte uns in ein Hotel bringen. Da aber nicht nur unser Flug gestrichen wurde, waren da ne ganze Menge an Fluggaesten, die in Hotels untergebracht werden mussten. Zwar gibt es in Entebbe eine ganze Reihe an Hotels, aber ausreichend schien mir die Kapazitaet nicht zu sein.

Naja jedenfalls nahmen wir im Bus Platz und warteten der Dinge, die da jetzt passieren sollten. Los gings zum ersten grossen Hotel am Platz in Entebbe. Alle Mann stiegen aus und versuchten nun im Hotel einzuchecken. Schleppend ging die Sache vorwaerts und bald waren alle Zimmer belegt. Wir hatten keines ergattert. Was nun kam war afrikanische Organisation: Alle verbliebenen (und das waren ne ganze Menge) liefen zurueck in die Busse. Das Gepaeck wurde schon nicht mehr im Gepaeckfach verstaut, denn die Fahrt sollte zum Schwesterhotel gleich um die Ecke fuehren. Dort angekommen lies man uns gar nicht erst mehr aus dem Bus. Man wollte anscheinend klaeren, ob noch Zimmer frei waren. Eine Stunde tat sich gar nichts. Die Luft im Bus war schlecht, er war ueberfuellt und wir darin zwischen all dem Gepaeck und den vielen Leuten eingesperrt. Ein Fahrgast schien dem Nervenzusammenbruch nahe. Die anderen Fahrgaeste machten schon ihre Witzchen ueber den Mann, der in jedem Satz mehrfach das Wort „f*cking“ verwendete 🙂 Es wurde gehupt – Chaos pur…

Irgendwann kam der Busfahrer zurueck und bestaetigte unsere Annahme, dass auch dieses Hotel voll belegt war. Es wurde die Entscheidung getroffen, uns zurueck nach Kampala zu fahren. Das Sheraton Hotel haette dort garantiert noch Zimmer frei. Mittlerweile war es gegen 4 Uhr morgens. Die Fahrt nach Kampala dauerte wieder etwa 45 Minuten. Gegen halb 6 Uhr morgens war unsere Odyssee endlich vorbei und wir konnten uns hinlegen. Mann-O-Mann sag ich da nur…

Tags darauf sollte es gegen halb 2 nachmittags zurueck zum Flughafen gehen, als wir aber zur Rezeption kamen, hiess es schon wieder halb 5. Wer weiss wie lange wir hier noch festsitzen … war unser Gedanke. Letztendlich ging unser Flieger aber (fast) puenktlich einen Tag zu spaet los. Wir nahmen es nun relativ gelassen. Aendern konnten wir eh nix daran. Etwas Sorgen machten wir uns, ob wir aufgrund der neuerlichen Verspaetung wenigstens unseren Anschlussflug in Dubai erwischen werden, was aber dann gut geklappt hat.

Montag vormittags erreichten wir Frankfurt und betraten deutschen Boden. Noch war unsere Rueckreise nicht beendet, denn wir mussten noch nach Dresden mit dem Zug reisen. Auch da gab es wieder etwas Verspaetung, denn der Zug musste umgeleitet werden, da sich jemand vor einen Zug geworfen hatte. Diesmal zum Glueck nicht vor unseren (wie es mir nach meiner Laosreise passiert ist) und so hielt sich die Verspaetung halbwegs in Grenzen. Gegen 20 Uhr erreichten wir Dresden und wurden von unseren Eltern abgeholt. Viel ausruhen konnten wir uns nicht, denn am Dienstag mussten wir alle wieder arbeiten gehen.

Ein Afrikaurlaub ist nicht immer entspannend… Aufregend und exotisch ist er allemal. Und das ist ja die Hauptsache.

Afrika – ich komme wieder !!!

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Eine Antwort zu “Uganda: Zweite Erfahrung mit der afrikanischen Zeitrechnung

  1. Steffen writes:Servus!wie versprochen – der link zur homepage – zu meinerwww.steffen-uhlmann.degrüße aus Freiberg!

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