Kenia – Langata Giraffe Center

Langata Giraffe Center: hier findet man engen Kontakt zu den gefaehrdeten Rotschildgiraffen

Heute hatte ich die ersten naeheren Kontakte zu Rotschild-Giraffen. Diese Art ist sehr bedroht. Vor ein paar Jahren gab es nur noch ca. 200 Tiere in Kenia, aber durch Schutzprogramme ist die Zahl wieder auf ueber 4000 Tiere gestiegen – das hat uns zumindest der Ranger des Langata Giraffe Center erzaehlt. Das Giraffenzentrum liegt etwas ausserhalb von Nairobi. Aber ich will erstmal von Anfang an berichten…

Gestern abend sind wir, das waren Kevin aus Australien, Taylor aus Kanada und ich noch in die benachbarte Bar gegangen und haben uns ein paar Tusker – das ist das bekannteste Bier in Kenia – reingezogen. Die Bar war ganz ok, relativ modern und im westlichen Stil eingerichtet. Es gab Pool Tables, Fernseher mit Fussball und westliche Musik aus dem CD Player. Ein paar afrikanische Ladies waren auch zugegen, die versuchten sich an die paar Mzungus ranzumachen. Die Chicken Wings waren gut und wir hatten recht viel Spass. Kevin wollte die Wahlen in Australien feiern, wo es einen Regierungswechsel gegeben hat. Aber alles in allem war es nicht ganz so cool wie letztes Jahr in Buhoma – Renz wird sich erinnern…

Strassenschild warnt vor kreuzenden Giraffen

Zurueck im Hostel ging eine Diskussion zwischen Papa Ken und Kevin los, die sich hauptsaechlich ums britische Militaer drehte. Ken hatte schon ganz schoen einen in der Krone. Ich hab mich dann von dannen gemacht und als ich dann heute nach ner langen Nacht gegen 10 aus dem Bett begab, wurde mir berichtet, was ich alles verpasst hab.

Anscheinend sind heute morgen einige Leute ins Hostel gekommen und haben Computer, TV Geraete etc. mitgenommen. Anscheinend hat Papa Ken vergessen seine Miete hier zu bezahlen. Naja der Typ ist schon ganz schoen krass drauf. Schon frueh morgens trinkt er Alkohol und redet eigentlich immer wirres Zeug. Ein Beispiel: Mit all den Geldproblemen im Hintergrund, fing er vorhin an zu berichten, dass er einen Award dotiert mit 25.000 USD gewonnen hat – fuer den Mann, der im letzten Jahr am meisten fuer Kenia gemacht hat 🙂 Und er hat vergessen ihn abzuholen – das wird er morgen nachholen und dann waere wieder alles im gruenen Bereich. Naja wer’s glaubt… Wer weiss wie die Sache hier weitergeht. Im Moment gibt es sicher bessere Plaetze um in Nairobi unterzukommen.

Nach der ganzen Aufregung haben Tyler und ich uns dann entschieden zum besagten Giraffenzentrum zu fahren. Sind also erstmal ins Zentrum gelaufen, um von dort einen Bus zu nehmen. Chaos pur an der Busstation. Aber mit Hilfe von einem Einheimischen haben wir letztendlich doch noch den Bus (Nummer 24) gefunden und sind fuer 50 Ksh die halbe Stunde raus aus Nairobi gefahren. In Karen, wo das Zentrum liegt, fuelt man sich dann schon etwas wie auf dem Land. Keine Hektik, alles schoen gruen und freundliche Leute gabs auch, die uns den Weg gezeigt haben.

Rotschildgiraffen

Im Giraffenzentrum selber kann man ganz nah an die Tiere herankommen. Es gibt ne kleine Platform und man ist dann auf Augenhoehe mit den Giraffen. Man kann sie fuettern, dabei schlabbern sie einen richtig voll und wenn man mutig ist kann man sogar die Futterpellets in den Mund nehmen und die Giraffen schlabbern sie einem dann auch aus demselben heraus. Hab das aber doch lieber gelassen. Danach sind wir noch nen kleinen Nature Trail gelaufen und sind auch sehr nah an eine Giraffe gekommen. Alles in allem ziemlich cool…

Mit dem Bus zurueck ins Zentrum und was leckeres gegessen. Haben noch den Busstand fuer morgen gesucht, aber so richtig hat das nicht geklappt. Haben jetzt aber herausgefunden, dass wir morgen am Besten mit nem Matatu nach Naivasha fahren – Tyler wird auch mitkommen.
Mal sehen ob ich dort auch Internet hab. Soll jedenfalls ein schoen entspannter Ort sein – genauer gesagt die Gegend um den Naivasha Lake. Ich werds sehen…

Bis dahin
Euer Mirko