Kenia – Travelalltag

Liebe Freunde,
dieser Bericht ist dem Travelalltag hier in Kenia gewidmet. Vielleicht koennt ihr Euch dann vorstellen, wie es hier zugeht. Heute bin ich von Naivasha nach Nakuru gefahren. Zuerst musste ich aber mit vollem Gepaeck den Huegel von unserem Camp oberhalb des Lake Naivasha zurueck zur Strasse laufen. Das dauerte etwa 15 Minuten, aber war schoen. Endlich war ich wieder auf dem Weg zu neuen Landesteilen und Abenteuern 🙂 Jedenfalls war es ein tolles Gefuehl, sein Zeug geschultert zu haben und loszumarschieren. Ab hier bin ich erstmal allein unterwegs, was ich aber ueberhaupt nicht schlecht finde. Muss man halt sehen, wie man durchkommt.

Blick auf den Lake Naivasha

Unten an der Strasse angekommen, hab ich mich von Benson, dem Verkaeufer aller moeglicher Sachen verabschiedet. Der Typ war ziemlich ok und ich hab oefters hier mit ihm ein kleines Schwaetzchen gehabt. Danach kam auch schon das erste Matatu, dass mich zurueck in die Stadt bringen sollte. Es war ziemlich vollgepackt mit Menschen und allerlei Gepaeck. Hab mal durchgezaehlt: Es waren zu Stosszeiten etwa 21 Leute in dem kleinen Minibus. An jedem Matatu steht drauf, fuer wie viele Personen die Dinger zugelassen sind – 14 und dann ist die Kiste schon ziemlich voll. Naja mein Gepaeck wurde reingequetscht und ab gings nach Naivasha.

Die Fahrt dauerte etwas ueber ’ne halbe Stunde. Staendig wollen Menschen ein oder aussteigen. Dann ging es recht zuegig weiter. Nach etwas ueber 10 Minuten sass ich schon im naechsten Matatu diesmal mit Ziel Nakuru. Die Strasse wechselte von perfekt asphaltiert bis hin zu Schotter oder Sandpiste. Staubig ohne Ende, sag ich Euch.

Blick aus dem Innenhof des Hotels hinaus auf die quirligen Strassen von Nakuru.

In Nakuru angekommen spuckte mich der Kleinbus mitten im Zentrum aus. Es herrschte reges Treiben. Von Fussgaengern, Taxis, Eselskarren, Motorradtaxis bis zu Fahrradtaxis war alles voll hier. Es herrschen ganz schoene Gegensaetze hier in Kenia. Viele Menschen sind gut gekleidet, haben Anzug an und tuen sehr beschaeftigt. Es gibt aber leider auch den Gegenpol. Recht haeufig sieht man Kinder oder Jugendliche Klebstoff schnueffeln. Manche Menschen haben kein Geld fuer einen Rollstuhl, so dass sie sich kriechend ueber den Asphalt fortbewegen. Oft wird man in eine Gespraech verwickelt, und am Ende wird man nach Geld fuer ne Cola gefragt oder so.

Ein Safariverkaeufer heftete sich gleich an meine Fersen und letztendlich hatte er damit Erfolg. Hab fuer morgen eine Halbtagestour in den Nakuru Nationalpark gebucht (2800 Ksh + 40 USD Nationalparkeintritt). Dort sind die Flamingos und Nasshoerner die Hauptattraktion.

Innenhof der Kerio Valley Lodge in Nakuru

Bin dann in der Kerio Valley Lodge abgestiegen. Aufbau des Hotels erinnerte ganz stark an die in Butogota letztes Jahr. Hab mich dann gleich ueber die Toilette und die Zimmer informiert. Alles recht sauber, sodass ich entschieden hab hier zu bleiben. Kostet nur 300 Ksh fuer ein Doppelzimmer (etwas ueber 3 Euro). Es wird aber seinen Dienst tun. Bin der einzige Mzungu (Weisse) der dort wohnt, soweit ich es bis jetzt herausgefunden hab.

Dann erstmal was essen gegangen: Haehnchen Curry mit Reis und Cola dazu (auch wieder nur 300 Ksh). Naja und nun sitz ich hier im Internet Cafe und denk an Euch alle. Morgen brauch ich wohl das erste mal meinen Wecker, denn ich werd schon 6:30 Uhr abgeholt. Bin jedenfalls schon gespannt.

So das wars fuer heute. Hier gibts viel zu sehen, auch wenn es keine echten Sehenswuerdigkeiten sind, aber das Treiben hier auf den Strassen ist einfach toll.

Bis bald
Euer Mirko