Kenia – Campingsafari in der Massai Mara

Hallo Freunde,
So nach 3 Tagen Camping im Busch gibts jetzt wieder ein paar Neuigkeiten aus Afrika zu berichten. Wie schon angedeutet, habe ich eine 3 Tage Camping Safari in die beruehmte Massai Mara gebucht. Mara heisst eigentlich „grosse Grasflaeche“, sodass sich Massai Mara in etwa in „Grassteppe der Massai“ uebersetzen laesst. Die Massai sind ein Volksstamm, der im Sueden Kenias und in Tansania zu Hause ist. Bei ihnen dreht sich alles um Kuehe, Ziegen und Schafe. Dazu aber spaeter noch mehr.

Gepard in der Massai Mara

Geier machen sich ueber jeden Rest her

Sekretär

Eines der vielen Gnus hier in der Massai Mara.

Losgehen sollte es gegen 7 Uhr frueh. Linnus, der Typ von PegaTours, ueber die ich die Tour gebucht hab, holtre mich auch puenktlich ab. Mit Matatu und dem ganzen Gepaeck fuhren wir zu nem nahegelegenen Hotel, wo das ganze dann losgehen sollte. Naja effektiv war erst nach 9 Uhr Start. Haette also doch etwas laenger schlafen koennen. Was solls…

Die Truppe bestand aus 2 US-Amerikanerinnen (beide 24) und mir. Eigentlich sollten noch andere dabei sein, was aber letztendlich nicht passierte. Eine der beiden arbeitet hier seit etwa 1 Jahr im Peace Corps in irgendeinem Dorf im Westen Kenias als Lehrerin und die andere war sie besuchen.

Die Fahrt war ziemlich lang. Der Zustand der Strasse rangierte von gut bis hin zu fast nicht als Strasse benennbar. Alles war extrem trocken und staubig und es gab Strecken, da war Baustelle und es war fast nichts zu erkennen, vor lauter Staub. Gegen 17:30 Uhr erreichten wir endlich das Camp, welches sich etwas ausserhalb des Naturreservates befand. War eigentlich recht schoen. Es gab Zelte, die mit kleinen Daechern ueberdacht waren und darin gab es sogar richtige Betten. Ist also ein permanentes Camp.

Eine kleine Rundfahrt im Park war noch geplant, sodass es auch gleich wieder losging. Das Fahrzeug war so ein Minibus mit ausklappbarem Dach. Es war wie gesagt schon recht spaet, sodass eigentlich nicht viel Zeit blieb um Tiere aufzuspueren – wenn es Dunkel wird muss man den Park verlassen haben – aber trotzdem sahen wir noch einen Geparden im Gras liegen, vollgefressen und traege. …

Der Park ist bekannt fuer die grosse Anzahl von Raubtieren und natuerlich fuer die jaehrliche Wanderung der Gnus und Zebras in die angrenzende Serengeti, die sich im benachbarten Tansania befindet.

Abends zurueck im Camp stellten wir fest, dass kein Koch im Camp war. Es musste also erst ein Ersatzkoch gefunden werden, ehe wir mit etwas zu essen rechnen konnten. Feuerholz gab es auch keines. Lagerfeuerstimmung also auch nicht. Stockdunkel war es drumherum, was aber dazu fuehrte, dass jede Menge Sterne zu beobachten waren. Auch nicht schlecht. Nunja es gab spaeter dann Spagetti Bolognese und ne Pilzvorsuppe. War ok. Ein Dosenbier rundete den Abend dann ab.

Einen fantastischen Sternenhimmel kann man in Afrika oft bestaunen.

Die Massai Mara ist beruehmt fuer ihre vielen Raubkatzen. Hier eine Loewendame bei der Mahlzeit.

Der naechste Tag war voll mit Tierbeobachtungen vollgepackt. Den ganzen Tag fuhr Gabriel, der Fahrer und Guide uns herum. Dabei sahen wir Giraffen, Gnus (natuerlich, die gibts hier an jeder Ecke), Zebras, Elefanten, diverse Antilopen und Gazellenarten und Loewen. Die waren natuerlich das Highlight der Tour. Mehrmals konnten wir Gruppen aufspueren. Einmal sahen wir sie sogar, wie sich sich ein Gnu schmecken liessen. Schon grauslich anzusehen.

Afrikanischer Elefant in der Massai Mara

Ein weiterer Stop war am Mara River, wo die Millionen Gnus 2 mal im Jahr hindurch muessen. Dabei kommt es zu vielen Toten, einmal durch die riesigen Krokodile und zum anderen durch Knochenbrueche, Zertrampeln etc. Leider fand keine Durchquerung zu dieser Zeit statt.

Zu Besuch in einem traditionellen Dorf der Massai

Am spaeten Nachmittag besuchten wir dann noch ein traditionelles Dorf der Massai. Wir sahen einige Taenze, durften ihre Huetten besuchen und sie erzaehlten uns jede Menge ueber ihre Lebensweise. Am Ende wollten sie natuerlich Souvenirs verkaufen 🙂 Alles schon touristisch, aber ich denke trotzdem noch authentisch. Nette Menschen waren es allemal. Zurueck im Camp war es heute schon besser organisiert. Nix besonderes aber ok.

Der dritte und letzte Tag war vorwiegend wieder mit Rueckfahrt gefuellt, aber am fruehen Morgen stand nochmal Game Drive auf dem Programm. Wieder Loewen, Elis, Bueffel und Giraffen gesehen. Einmal sogar wieder einen Geparden, der sich aber in einem gesperrten Gebiet aufhielt, sodass sich unser Fahrer nicht naeher naeherte. Alle anderen Safaribusse hielten sich nicht an das Gebot. Waere ein schoenes Foto geworden. Egal.

So und nun bin ich wieder in Nairobi angekommen. Will als naechstes ans Meer fahren. Heute Abend gehts erster Klasse mit dem Zug nach Mombasa. Ich gebs zu, etwas dekadent, aber 2. Klasse war ausgebucht. Nach 14 Stunden Zugfahrt erreich ich dann morgen die zweitgroesste Stadt Kenias – und den Indischen Ozean!!

Ein langer Bericht, und deshalb schliesse ich ihn jetzt auch 🙂

Bis demnaechst!!
Euer Mirko

2 Antworten zu “Kenia – Campingsafari in der Massai Mara

  1. Sandra writes:

    Hi Mirko,na wie war die Erste-Klasse-Zugfahrt? Wie erwartet gibts ja spannende Geschichten bei Dir zu lesen.Viel Spaß noch und genieße die Sonne, bevor Du bald wieder ins kühle Deutschland kommst!Morgen ist übrigens Nikolaus :-viele Grüße von der OstseeSandra

  2. Horst writes:

    Hallo Mirkodeine berichte sind ja toll, wir werden langsam neidisch. Fuer die weiteren tage noch viel spass und schoene erlebnisse am meer.Bleib gesund und nicht seekrank.Tschuess, deine oldies.

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