Ghana – Hektik in Kumasi und Tamale

Da bin ich wieder mit nem kleinen Bericht. Sitz grad im Internet Cafe in Tamale – hoch im Norden. Heute wollten wir eigentlich mit dem Bus in den Mole Nationalpark fahren, aber leider ist der Bus schon ausgebucht. Morgen frueh um 4:30 Uhr werden wir wieder an der Bushaltestelle stehen und unser Glueck versuchen. Dummerweise kann man keine Tickets am Tag zuvor kaufen. Naja was solls, kann ja nicht alles gleich klappen 🙂 Geschlafen haben wir im Catholic Guesthouse, etwas ausserhalb des Stadtzentrums. Ist eigentlich ganz ok.

Gestern war nur Busfahrt von Kumasi nach Tamale angesagt, aber das war ganz schoen hektisch und anstrengend. Zuerst mit dem Taxi zum angeblichen Busbahnhof, aber der Fahrer wusste wohl nicht genau, wo der sich befindet, sodass wir etwas wirr herumgefahren wurden. Endlich dort angekommen, war es absolut hektisch. Man musste herumfragen, welcher Bus denn nun nach Tamale faehrt, Leute ueberall, Verkaeufer mit ihren meterhoch gestapelten Waren auf dem Kopf, Fleischhaendler, die ihre Messer wetzten, auch stand dort ein Bus meterhoch bepackt, und auch der ganze Innenraum war voll mit Gepaeck – fragte mich, ob der wirklich so faehrt, oder ob es nur ein Gepaeckzwischenlager war. Jedenfalls war ich froh, dass es nicht unser Bus war. All das war aber etwas fuer Augen, Ohren und Nase 🙂

Zuerst sollten wir in einen gelben Bus einsteigen, dann doch wieder nicht und letztendlich sassen wir neben dem Fahrer vorn in nem kleinen Merzedes Bus. 7 Stunden Fahrt lag nun vor uns. Naja die Fahrt zog sich endlos lange hin. Die Menschen hatten Spass oder sowas aehnliches hinten im Bus. Lautstark wurde ueber Politik diskutiert – Anfang Dezember sind hier Wahlen und deshalb ist das auch ein ueberall praesentes Thema. Hoffentlich passiert hier nix aehnliches wie letztes Jahr in Kenia. Letztendlich erreichten wir Tamale schliesslich gegen 21:30 Uhr. Wahrscheinlich eine schlechte Zeit um hier anzukommen, denn die Leute hier waren schon ziemlich nervig. Wollten ein Taxi zum Guesthouse nehmen, aber dann gab es Streit, wir wurden gewarnt, dass der Fahrer, mit dem wir mitgehen wollten, eigentlich kein Fahrer sei und wir stattdessen mit jemand Anderem mitgehen sollten. Das wollte natuerlich der vorher ausgewaehlte nicht und so gab es einen kleinen Fight. Wir wurden nervoes und gingen alleine weg, um schnell einen verlaesslicheren Taxifahrer zu finden. Hat geklappt, wahrscheinlich aber viel zu teuer. Naja. Zu essen haben wir zum Glueck auch noch was gefunden – Indisch war angesagt und sehr lecker..

So und heute morgen nach nem etwas laengeren Schlaf wollten wir die Bustickets besorgen, aber das sagte ich ja bereits war nicht mehr moeglich. Hoffentlich kommen wir hier morgen frueh weg. Bin die Hektik und Staedte schon wieder leid. Will endlich wieder raus in die Natur.

Heute muessen wir notgedrungen noch etwas hierbleiben – werden dann mal ueber den Markt schlendern, was essen gehen, vielleicht paar Souvenirs kaufen – mal sehen…

Soweit aus dem heissen, staubigen Norden Ghanas…

Bis Bald
Euer afrikanischer Mirko

2 Antworten zu “Ghana – Hektik in Kumasi und Tamale

  1. Sandra writes:

    Hi Mirko,klingt ja alles sehr aufregend, was ihr zu berichten habt! Was den Transport angeht war es ja in Uganda mit Paul der pure Luxus. Naja aber so seid ihr eben richtig nah dran am Leben in Ghana. Dann drück ich euch mal die Daumen, das der nächste Bus ein Plätzchen für euch frei hat.Liebe Grüße aus dem nebligen RostockSandra

  2. Rollo writes:

    Mensch Kanzler, das sind ja Geschichten….Wies eben so ist auf sonem Afrikatrip…keine Minute Pause, ständiges aufpassen, organisieren, diskutieren, handeln eben nixx mit Urlaub sondern harte Arbeit!!!!Euch alles Gute bei eurer zweiten Arbeit und noch viele schöne Natureindrücke…. Grüsse vom FeldiRollo

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