Ghana – Zurueck am Beach

So Leute,
Im Moment sind wir wieder am Meer angekommen, Es ist kalt hier 🙂 Naja ich uebertreibe etwas, aber gestern Abend im Strandrestaurant war es soo windig, da dachte ich schon, es koennte wieder 3-4 grad waermer sein, aber wahrscheinlich ist es besser so, denn immerhin gewoehn ich mich damit schon ganz langsam an das europaeische Wetter.

Fantastische Straende findet man in Ghana viele. Dieser hier befindet sich in der Naehe der Green Turtle Lodge

Der letzte Bericht stammte aus Kumasi. Am darauffolgenden Tag fuhren wir mit nem TroTro nach Takoradi, dann von dort weiter nach Agona, wo wir wieder umsteigen mussten um nach Dixcove zu fahren um dann (es war schon dunkel) ein Taxi nehmen mussten um die restlichen 8 km bis zur Green Turtle Lodge zurueckzulegen. Diese Lodge ist wunderbar gelegen: toller Strand, perfekte Athmosphaere, gutes Essen… Leider gab es kein Zimmer fuer uns, sondern nur Dormatory fuer 1 Nacht, danach ist alles ausgebucht 😦

Einsame Straende gibt es viele in Ghana, aber aufgepasst vor Raeubern!

Naja was will man machen. Gleich nebenan befindet sich noch eine 2. Lodge, etwas mehr Luxus, teurer und viel weniger Athmosphaere. Naja sind halt nur zum schlafen dort hingegangen und gegessen und so haben wir in der Green Turtle Lodge. Tagsueber wanderten wir mehrmals am Strand entlang. Highlight war der Besuch des Fischerdorfes Akwidaa, welches nicht weit weg war. Unterbrochen haben wir die Spaziergaenge mit Baden im Golf von Guinea. Unglaublich warmes Wasser, feinster Sandstrand, man muss nur aufpassen, dass man manche Strandabschnitte meidet, denn die dienen als oeffentliche Toilette. Hab mehrfach die Leute sich hinhocken sehen.

Naechster Tag sollte uns dann nach Princess Town bringen, eigentlich nicht weit entfernt und dort soll es noch geilere Straende geben. Lief alles problemlos. Untergekommen sind wir in einer kleinen Holzhuette. Nachts sollten die Ueberraschungen kommen 😉 …

Strand bei Princess Town in Ghana

Der Strand jedenfalls war sehr schoen, hab paar Sonnenuntergangsfotos gemacht. Alles perfekt. Der Caretaker der Huette hat fuer uns dann gekochten Yam mit Palaversauce serviert. War lecker. Nachts sahen wir dann aber, dass die Huette total mit Kakerlaken verseucht war. War teilweise richtig eklig, die Matraze war feucht, Wind kam auch keiner in die Huette rein, sodass wir fast nicht geschlafen haben.

Am naechsten Tag, und es sollte einer der aufregendsten des Urlaubs werden, fuhren wir frueh morgens mit nem Kanu auf der angrenzenden Lagune herum. Wir sahen Mangroven, Affen, sowas wie Eichhoernchen und Fische. Haben uns dann an einer Stelle absetzen lassen um zum Cape Three Points zu wandern, welches etwa 1,5 Stunden entfernt war. Kamen durch mehrere Fischerdoerfer, ehe wir den Leuchtturm und somit den suedlichsten Punkt Ghanas erreichten. Der Ausblick dort war wunderschoen, genauso wie die angrenzenden Buchten.

Geht es noch besser?

Das Wasser ging uns auf dem Rueckweg zur Neige, die Fuesse taten weh, die Sonne brannte. Nachdem wir wieder Aketechi, das kleine Fischerdorf pasiert hatten, unseren Durst gestillt etc, gingen wir baden. Sassen dann noch auf den Felsen und ploetzlich passierte es zum 2. Mal. Wir wurden schon wieder unseres kleinen Rucksacks entledigt. Der Typ musste sich von hinten angeschlichen haben, er schnappte sich den Rucksack, welcher nur etwa 50 cm von uns auf einem Felsen lag und weg war er.
Die Kamera hatte ich zu dem Zeitpunkt extra und somit war uns die verblieben. Problematisch war, dass dummerweise mein Pass und fast unser gesamtes Bargeld in dem Rucksack drin war. Alles in allem war der Pass weg und etwa 400 USD in lokaler Waehrung, meine heissgeliebte Treckinghose, der Rucksack und Kleinkram wie Fernglas, Kopfhoerer etc..

Kinder haben immer Spass

Ich war voellig geschockt und hatte die Schnauze von Ghana voll – heut denk ich wieder etwas anders drueber. Aber die Sache ging noch weiter. Wir erzaehlten im Dorf rum, was passiert war und abends hatte ich meinen Pass wieder. Wie das funktioniert hat, ist mir bis jetzt ein grosses Raetsel. Anscheinend hat der Dieb, so dumm wie er war, das Fernglas benutzt, wurde dabei gesehen und 2 Leute haben ihn dann mit nem Fahrzeug bis zu irgendeiner Kreuzung verfolgt. Dort hat der Typ wohl den Rucksack und alles was er nicht brauchte weggeworfen. Die Leute nahmen den Rucksack und brachten ihn zurueck. Natuerlich war kein Geld mehr drin, aber immerhin der Pass war wieder da…
Am Ende hat jeder dran verdient: der Huettenbesitzer bekam ein neues Schloss fuer die Tuer, die beiden Leute wollten das Fahrzeug fuer die Verfolgung bezahlt bekommen, der Typ, der unsere letzten restlichen Euroscheine wechselte, hat auch richtig Reibach gemacht – sehr schlechter Umtauschkurs – und natuerlich der Dieb selber. Die Leute im Dorf haben aber herzlich Anteilnahme gezeigt und den Typ verurteilt. Jedenfalls war sofort ueberall das Schicksal von uns bekannt.

Blick auf Elmina an Ghanas Goldkueste

Ohne ausreichend Geld um alle hier dann am naechsten Tag zu bezahlen, fuhr jemand mit uns von Princess Town (nach 2 Stunden Warterei auf ein TroTro) nach Takoradi, wo wir eine Bank besuchten und alles bezahlten. Kreditkarte von mir war auch gestohlen worden, sodass ich die auch noch sperren lassen musste – Mutti und Vati Danke dafuer 🙂

Tja so war dann der Strand von Princess Town doch wieder etwas getruebt durch die Erlebnisse die ich dort hatte. Jetzt sag ich wieder Glueck im Unglueck gehabt. Der Strand selber zaehlt fuer mich zu einem der besten die ich bisher gesehen habe. Haette sowas nicht erwartet…

Der Fischereihafen von Elmina

Naja und heute sitz ich hier in Cape Coast, 2 Tage vor Rueckflug. Bin skeptischer den Leuten gegenueber geworden und vermute manchmal hinter jedem einen Gangster. Heute waren wir in Elmina, einem kleinen Fischerdorf, wo es das St. George Castle gibt. Die erste europaeische Festung/Gebaeude auf Subsaharischem afrikanischen Boden. Es war im Besitz der Portugiesen, Hollaender, Briten und nun gehoert es den Ghanesen. Es wurde zuerst als Handelsposten fuer Gold und Elfenbein benutzt und spaeter war es eines der groessten Sklavenverschiffungsplaetze Afrikas. Die Tour war sehr bedrueckend als man die Zellen und Sklavenraeume gesehen hat. Der Guide hat gut auch etwas ueber die Lebensbedingungen erzaehlt. Anschliessend ging es dann noch zu einem benachbarten Berg, wo auch eine Festung stand. Viele Fotos gemacht..

Morgen noch einen Abstecher in den Kakum Nationalpark und nachmittags zurueck nach Accra, und uebermorgen dann abends zurueck nach Hause…

Bis Bald
Euer afrikanischer Mirko

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Eine Antwort zu “Ghana – Zurueck am Beach

  1. Sandra & Renz writes:

    Hi Mirko,das dir sowas gleich zweimal passiert ist ja unglaublich, aber zum Glueck ist deine kamera und der pass nicht weggekommen. da kommt ihr ja wieder mit ner menge erlebnissen nach hause. sind schon ganz doll gespannt auf alle einzelheiten.geniesst die letzen stunden in der waerme afrikas. hier ist schon winter.bibber bibber.bitterkalte gruesse aus rostock.renz und sandra

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