Myanmar – Mingalaba!! Erste Eindruecke…

Hallo Freunde,
Wie die meisten ja sicher wissen, bin ich grad mal wieder auf grosser Tour. 4 Wochen Suedostasien stehen dieses Jahr auf dem Programm. Fast die ganze Zeit werden wir in Myanmar, dem ehemaligen Burma/Birma verbringen. Myanmar wird auch als das goldene Land bezeichnet und goldene Pagoden gibts hier wirklich viele.

Angefangen hat diesmal aber alles etwas mit Schwierigkeiten, die schon in Deutschland auftraten. Kurz vor Abflug hatte ich Zahnschmerzen bekommen und bin noch zum Arzt. Erstmal dachte ich wird dabei alles erledigt sein, aber am Samstag frueh – am Abflugtag – waren die wieder so stark, dass ich nochmal zur Notbehandlung gehen musste. Und die Aerztin hat sich auch Zeit genommen/nehmen muessen, denn es war ’ne Wurzelbehandlung notwendig. Das hatte ich auch noch nicht… Aber der Zahn wurde gut versorgt, ich hab eine Paste mitgekriegt, womit ich das Loch wieder etwas verschliessen kann, wenn es notwendig ist und die Schmerzen sind auch weg. Gott sei dank!

Im Koenigspalast von Bangkok

Nach einem recht langweiligem Flug sind wir dann am Sonntag nachmittag gut in Bangkok gelandet – kurz davor gabs ein recht grosses Luftloch. Naja runter kommen sie alle 🙂

In Bangkok sind wir zur Khao San Road gefahren und uns dort im „Wild Orchids“ eingemietet. Begeistert hab ich gleich mal die lokalen Koestlichkeiten der thailaendischen Kueche verschlungen. Watermelon Shake, Red Curry, Mangos, Ananas, Mangosteen und noch so einiges mehr.
Am darauffolgenden Tag haben wir uns etwas in Bangkoks Tempelwelt umgesehen. Waren am Golden Mount, im Koenigspalast und am Wat Arun. Ivy findet die buddhistischen Tempel langweilig, immer nur Buddhas, Buddhas und Buddhas. Naja schoen imposant fand sie es trotzdem.
Bei schoenem naechtlichen Blick auf den Wat Arun am gegenueberliegenden Flussufer gabs ein etwas ueberteuertes Bier, aber die Aussicht war es wert.

Blick vom Golden Mount auf Bangkok

Am Dienstag ging unser Flug sehr frueh von Bangkok nach Yangon. Man konnte nicht wirklich viel aus dem Fenster gucken, denn trotz schon vorhandenem Visa musste man noch so allerhand andere Papiere ausfuellen: Gesundheitsbescheinigung, Einreisezettel, Ausreisezettel, Zolldeklaration.

Dann war auch schon bald Landung in Yangon, aber sehen konnte man nix. Ueber der Stad hing der Morgennebel noch sehr dicht ueber dem Boden. Der Pilot hatte sicherlich nicht den einfachsten Job der Welt, denn erst ab einer Hoehe von ca. 50 m war er durch die Nebeldecke endlich durch und konnte was sehen.

Bevor man in den Flughafen durfte musste man sich anstellen, um sich einem sehr schnellen medizinischem Check zu unterziehen. Zumindest so deute ich das, was da mit jedem gemacht wurde. Das Geraet sah aus wie eine Pistole, wurde jedem an die Stirn gehalten und heraus kam wahrscheinlich die momentane Koerpertemperatur 🙂

Nachdem wir mit dem Taxi ins Zentrum gefahren sind, tauschten wir erstmal etwas USD Bargeld, besorgten uns fuer den Abend gleich noch ein Busticket nach Hpa-an und stromerten dann etwas durchs Zentrum der Stadt. Irgendwie hatte ich ein recht depressiven Eindruck von Yangon, das Wetter war recht truebe, ich war noch hundemuede, vieles war verfallen, die Menschen wirkten irgendwie traurig – kurz und gut, ich brauchte etwas Zeit um hier anzukommen. Wir besuchten die Sule Pagode, ich hatte dort ein kleines Nickerchen vor einer Buddhastatue, die vor einem aus flackernden Leuchtdioden gebauten „Heiligenschein“ sass, gingen noch in einen kleinen Park im Zentrum, sahen Unmengen Ratten dort herumstromern. Nachmittags regnete es wie aus Kannen als wir zum Busbahnhof fuhren.

Blick auf die Swedagonpagode von Yangon

Naja und dann gings im Nachtbus nach Hpa-an, wo ich jetzt grad in nem Internetcafe sitze, in dem es eine ueberraschend schnelle und gute Verbindung gibt. Die Nachtfahrt war ein Erlebnis fuer sich. Der Bus war ok, man hatte recht viel Beinfreiheit, es droehnten burmesische ‚Schlagersongs‘ aus dem TV Geraet, Ivy gings nich so richtig gut, so dass wir in Erwaegung zogen hier in der Pampa zu einem Arzt zu gehen. Gegen 2 Uhr nachts erreichten wir einen Militaercheckpoint, vor einer Bruecke, wie sich spaeter herausstellte. Die Bruecke war bis gegen 5 Uhr frueh gesperrt, so dass die Warterei nicht grad angenehm war. Naja wir haben es beide geschafft, mieteten uns ein Zimmer, schliefen erstmal bis Mittags und mittlerweiler geht es allen Beteiligten wieder passabel, sodass alles wie geplant weitergehen kann.
Abends waren wir noch an der Pagode am Fluss. Da zeigte sich einem zuerst wieso wir die Strapazen in Kauf genommen haben. Es ist wunderschoen hier in Hpa-an und Umgebung. Traege fliesst der recht breite Fluss durch die ebene Landschaft, wo sich allerdings immer wieder bizarre Karstberge herausheben.

Landschaft in der Naehe von Hpa-an

Heute gingen wir es noch etwas ruhig an. Wir spazierten durch das etwas doerflich wirkende Hpa-an, was allerdings die Hauptstadt des Bundesstaates Kayin ist. Eine Ampel haben wir hier sogar schon gesehen 😉
Im Zentrum der Stadt befindet sich ein kleiner idyllischer See. Hinter ihm trohnt der maechtige Zwegabin-Berg. In einem Restaurant waren wir natuerlich auch, aber es war recht schwierig was auszusuchen. Alles ist in der Burmesischen Schrift geschrieben und die Menschen koennen teilweise wirklich kein Englisch. Naja am Ende hatten wir ein recht ueppiges Mahl: Tom Yam Suppe, Frittiertes Gemuese mit Reis, einer kleinen Schuessel voll geschnittener Knoblauchzehen in oeliger Sosse an Chilis.

Am Fluss in Hpa-an

Fliegender Haendler in Hpa-an

Gestern gabs auch schon ne Nudelsuppe in einem Bambusrestaurant am Fluss bei Sonnenuntergang. Die Besitzer sprachen kein Wort Englisch, das heisst Sie wussten nicht, was sie uns bzw. wie sie es uns anbieten konnten. Problemloesung ging wie folgt: Sie nahmen uns mit in die Kueche, zeigten uns einen dampfenden Topf, wo man allerdings nichts drin erkennen konnte, dann zeigten sie noch auf Reisnudeln und heraus kam eine leckere Suppe! Es hatte den Anschein, dass das auch die einzige Option war die wir dort hatten. Entweder ‚ja‘ und essen oder ’nein‘ und hungrigen nach Hause laufen 🙂

Ihr seht also wieder: Alles ist gut!!
Morgen werden wir die Umgebung von Hpa-an etwas genauer anschauen. Hier gibt es viele Hoehlenheiligtuemer, die ueber und ueber mit Buddhastatuen und Reliefs gefuellt sein sollen. Dann hoffe ich noch auf ein paar schoene ‚Reisfelder vor Karstformation mit einfachen Bambushuetten‘-Fotos 🙂

In diesem Sinne, viele Gruesse an alle daheim gebliebenen!!
Mirko und Ivy

2 Antworten zu “Myanmar – Mingalaba!! Erste Eindruecke…

  1. Horst und Ulli writes:Wir freuen uns, dass bisher alles geklappt hat und der eigentliche Erlebnisurlaub nun richtig losgehen kann. Dafuer wuenschen wir viel Glueck, tolle Erlebnisse, schoene Photos, interessante freundliche Menschen und gute Gesundheit fuer euch beide.Liebe Gruesse von der ganzen Familie. Tschuess !

  2. Rollo writes:Mensch Kanzler!!!iss das Jahr schon wieder rum?? schon wieder Herbst?? kann nich sein. Burma diesmal, hattest Du ja letzten Winter mal erwähnt. Reisen ohne verstanden zu werden das iss doch mal ein Abenteuer…jeden Tag ne Überraschung….und immer in die Küchen und Töpfe guggen, Klasse. Kenn ich irgendwie…nur bei uns gabs damals behaarten Ziegenfuss und keine Nudelsuppe :-))))Wünsche Euch schöne Zeiten an magischen Orten.Grüssle vom Feldi, natürlich auch an Yvetta, haltet die Ohren steif und seit tapfer. Übrigens nehmen die in Tansania jetze Ratten zur Minensuche, wer weiss was die burmesischen Ratten alles drauf haben???? in diesem Sinne bis später…Rollo

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