Malawi – Von Lilongwe nach Zomba – Felsmalereien, Flusspferde und sowas

Hallo Liebe Freunde,

So nach nun einer ganzen Woche afrikanischer Luft haben wir es erstmals in ein Internetcafe geschafft. Mittlerweile sind wir hier in Zomba, der ehemaligen Hauptstadt des Britischen Protektorats hier. Zuerst will ich aber erzaehlen, was bisher so alles passiert ist…

Zuerst gabs noch Aufregung mit den Rail And Fly Tickets der Bahn. Ich hatte das falsche Dokument ausgedruckt und so konnten wir uns die Tickets nicht am Automat ausdrucken. Nach paar Telefonaten und mit freundlicher Unterstuetzung von Vati hatte ich die richtigen Nummern und wir konnten getrost nach Frankfurt reisen.
Am Flughafen klappte alles ganz gut, sodass wir sicher ueber Addis Abeba und Lubumbashi nach Lilongwe einreisten. Am Flughafen von Lilongwe zeigten wir den Brief von der Botschaft vor, damit Ivy ihr Visum ausgestellt bekommen konnte. Diesmal fehlte allerdings ein Buch, wo irgendwas eingetragen werden musste. Deshalb gab man uns auch wieder nur einen anderen Brief, mit dem wir bei der Einwanderungsbehoerde vorstellig werden sollten. Dies taten wir dann auch am naechsten Morgen.

Der Besuch beim Immigration-Office war eine lustige und letztendlich erfolgreiche Tour. Ivy hat jetzt ihr Visum im Pass und es konnte alles richtig losgehen. Ueber das Buero dort koennte man viele Geschichten erzaehlen, ich will es aber bei ein paar Saetzen belassen. Stress hatten die Beamten jedenfalls nicht, die Ausstattung des Bueros war auch etwas eigenartig. Fuer jeden Arbeitsschritt gab es einen extra Beleg, der uns von Schalter zu Schalter fuehrte. Die Leute waren aber gut drauf! 2 Stunden spaeter hatten wir den Aufkleber im Pass…

Ansonsten liefen wir bloss bissel durch die Strassen von Lilongwe, kauften ne kleine Tasche, ein Handy, weil meines mit der lokalen SIM Karte nicht funktionierte, und badeten am Ende noch im Pool des Mabuya Camps.

Am Mittwoch frueh war es dann soweit und wir haben unser Mietauto in Empfang genommen. Ich war schon ganz schoen aufgeregt – Linksverkehr, Automatik und afrikanische Grossstadt – aber nach kurzer Zeit waren wir ausserhalb der Stadt und es gab kaum noch Verkehr.

Polizeikontakt hat man hier auf den Strassen staendig. Es gibt viele Police Roadblock, aber meistens braucht man nur kurz mit denen zu schwatzen, ehe man witerfahren konnte. Einmal allerdings haben sie uns am ersten Tag auch noch gleich geblitzt und wir mussten 5000 Kwatcha Strafe zahlen.


Unser eigentlich erstes Ziel war Dedza und seine Umgebung mit den alten Felszeichnungen. Haben ne schoene kleine Lodge im Wald gefunden, wo wir 2 Tage geblieben sind. Hierhin fuehrte nur ne 10 km lange Piste, wo wir mehrfach den Unterboden des Autos hoerten. Naja der kleine Toyota Starlet ist anscheinend nicht fuer sowas gemacht. Geschafft hat er es aber…

Wir besuchten die Felszeichnungen von Namzeze, die wir mit einer weiteren Deutschen und einem Guide besuchten. Ines war sehr interessiert an den Malereien und was die Leute darueber heute denken, deshalb gingen wir zuerst ins angrenzende Dorf, wo unser Guide die aelteste Frau und einen weiteren Mann gehobenen Alters suchte und wir an die Fragen stellen konnten bezueglich den Urspruengen der Malereien etc. Herauszubekommen war aber eigentlich nur, dass das Wissen wer dort die Malereien hinterlassen hatte im Dorf nicht mehr vorhanden war. Sie meinten nur Gott haette es gemacht und sie wuerden es jetzt nutzen um Wissen zu lehren.


Danach gings zu den Malereien selbst. Sehr schoen unter einem Felsvorsprung gelegen, gab es hier weisse und rote Malereien – teilweise schematische Darstellungen von Tieren aber auch etwas abstrakte Malereien.

Den 2. Tag verbrachten wir noch in Mphunzi, einem weiteren Ort mit Felsmalereien in den angrenzenden Bergen. Auch sehr schoen. Fuhren wieder Piste dorthin und sahen ein Begraebnis und spaeter auch eine Hochzeit. Nachmittags fuhren wir noch weiter nach Liwonde.

Von Liwonde aus wollten wir den gleichnamigen Nationalpark erkunden. Wir uebernachteten im neuen Bushman’s Baobab Camp, direkt an der Nationalparkgrenze. Wunderschoene alte Affenbrotbaeume bilden hier die Kullisse fuer schoener Abende unter afrikanischem Himmel – Sooo viele Sterne!!!
Mit Boot, Auto und Kanu naeherten wir uns den Tieren. Flusspferde gibt es sehr viele und man hoert sie auch nachts um unser Safarizelt herumlaufen und fressen – Es gibt aber nen Zaun zwischen unserem Zelt und den Tieren. Elefanten sahen wir waehrend der Bootstour und ansonsten bereicherten diverse Antilopenarten die Beobachtungsfahrten. Am schoensten war die Kanufahrt auf dem Fluss. Dabei kamen wir Hippos, Wasserboecken, Impalas sehr nahe und es war herrlich ruhig.


So und nun sind wir wie gesagt in Zomba angekommen. Hier werden wir dann gleich noch was Einkaufen, Tanken und am Nachmittag hinauf auf da bis 2000m hohe Plateau hinauffahren, wo wir die naechsten beiden Tage verbringen werden. Hoffentlich wird es nachts nicht zu kalt dort oben…

Ansonsten ist es klimatisch gesehen hier sehr angenehm. Tagsueber um die 30 Grad, dazu immer ein kuehlender Wind und nachts kuehlt es angenehm ab. Regen war auch noch keiner dabei.

So dass soll der Bericht aus Malawi erstmal gewesen sein.
Mit afrikanischem Gruss verabschieden sich
Euer Mirko und Ivy!

Nachtrag: Ich habe jetzt auch weitere Fotos in meiner Fotosektion veroeffentlicht.
Malawi 2010 – Chongoni Rock Art
Malawi 2010 – Liwonde National Park

3 Antworten zu “Malawi – Von Lilongwe nach Zomba – Felsmalereien, Flusspferde und sowas

  1. Ronald writes:Hi Ihr zwei, es ist schön von Euch zu hören.Da bekommt man doch gleich fernweh, wenn man das so liest.Wir freuen uns für Euch und wünschen noch eine ganz tolle, erlebnisreiche Zeit.Viele Grüße von Mariann, Dina, Linus und Ronald

  2. Horst writes:Hallo, ihr Hochlandtouristen, wir hoffen, dass ihr die kalten Naechte gut ueberstanden habt und dass ihr mal wieder eine Internetverbindung findet.Auf eure Reiseberichte freuen wir uns schon jetzt und auf die Fotos. Allerdings werde ich diesmal das Blitzerfoto nicht zugeschickt bekommen, um mich fuer dich als "Raser" zu bekennen, denn du hast ja deine Kwatschas schon bezahlt. Interessant ist es schon, dass auch in Malawi auf Ordnung geachtet wird. Bei uns geht alles seinen gewohnten Gang, das Familientreffen in Wustrau war prima.Wir wuenschen euch weiterhin gute Reise und tolle Erlebnisse.Es gruessen euch die Oldies aus Radeberg.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.