Indien 2013 – Keralas Backwaters

Hallo zusammen,
Jetzt sitzen wir hier im schwuelheissen Klima in Alleppey, schwitzen und grad geht kein Lueftchen zum abkuehlen. Von Varkala aus, sind wir gestern mit dem Zug zuerst eine halbe Stunde bis Kollam gefahren, haben uns dort mit dem Riksha (quasi einem Tuk-Tuk) zur Bootsanlegestelle bringen lassen, von wo es mit dem Boot nach Alleppey gehen sollte. Die Bootsfahrt dauerte 8 Stunden mit einer Mittagspause und einem kurzen Teestop. Dabei fuhren wir auf den beruehmten Backwaters entlang.

Die Backwaters sind ein riesiges Netz aus Wasserstrassen und Kanaelen, entlang von Unmengen von Kokospalmen, Reisfeldern, durch kleine Staedtchen und an einfachen Haeuschen vorbei. 8 Stunden waren schon eine lange Zeit, aber es gab unterwegs immer etwas interessantes zu sehen, so dass einem die Zeit nicht zuu lang erschien. Unterwegs sahen wir bunte Fischerboote, fest stationierte chinesische Fischernetze, wo die Netze an Holzstangen haengen und ueber Nacht ins Wasser gelassen werden. Spaeter zieht man sie wieder hoch und hofft auf reiche Ausbeute. Die Menschen wuschen sich, ihre Kleidung und auch ihr Geschirr in dem Wasser, welches an manchen Stellen sehr dreckig war.

Alltaegliche Szene an Keralas Backwaters

Alltaegliche Szene an Keralas Backwaters

Als wir uns Alleppey naeherten, wurden wir von einer Armada von Hausbooten begleitet. Das sind zu einem kleinen Hotel ausgebaute Boote, die man hier fuer viel Geld mieten kann um darauf eine Weile zu verbringen. Dabei hat man eigene Koeche an Bord, teilweise sogar Satellitenfernsehen und Klimaanlage. Fuer uns war das jedenfalls nix und der Hausboottourismus stellt schon ein wahres Problem dar. Die produzierten Abfaelle landen alle im Fluss, staendig tuckert es und nervt die Anwohner, die Lotospflanzen werden durch die Motoren zerstoert und es findet man schon einen Dieselfilm auf dem Wasser schwimmen.

Nach einer Nacht in einem sauberen, anfangs stickigem Zimmer, wo es zunaechst kein Wasser gab, uebernachteten wir 3 zusammen fuer 600 Rupies, ca 9 Euro.

Heute morgen liessen wir uns mit einem Kanu durch die Kanaele fahren, was den Vorteil hat, dass man leise unterwegs ist und auch die teilweise nur wenige Meter breiten Wege befahren konnte. Alleppey wird auch das Venedig des Ostens genannt, aber die Stadt selbst hinterlaesst bei mir keinen bleibenden positiven Eindruck, denn ueberall wurd gebaut – riesige Gebaeudekomplexe, es ist dreckig und Mosquitos gibt es auch ne ganze Menge. Schoener ist es, wenn man etwas weiter in die kleineren Kanaele kommt, da sieht man das Leben der Menschen hautnah. Die Kanufahrt jeenfalls hat mir gefallen.

Zum Mittag gabs grade Thali, das ist Reis und ein Haufen kleiner Schuesselchen mit unterschiedlichen zerkochten Curries und dazu ein Ananasshake.

So das solls heute gewesen sein. Morgen wollen wir mit dem Bus weiter nach Thekkady in die kuehleren Berge.

Bis dahin…
Ivy & Mirko

3 Antworten zu “Indien 2013 – Keralas Backwaters

  1. Rollo writes:He Ivy und Kanzler, super interessanter Bericht. Danke 🙂 Die Thalis würd ich auch schon mal ganz gern testen.. Gruß Rollo

  2. Radeberg writes:Hallo, ihr zweiheute wieder liebe Gruesse aus dem kalten, schneereichen Sachsen.Vati hat ganz schoen zu tun auf der Winkelwiese, aber auch Hausbewohner haben schon geholfen. Janik war die letzte Woche bei uns.Wir waren jeden Tag rodeln und haben auch einen Schneemann gebaut. Ansonsten gibt es von hier nichts neues weiter. Ihr habt ja schon viel gesehen und erlebt.Man koennte direkt neidisch werden, bis auf die Moskitos haette mir das auch gefallen. Nun seid ihr ja sicher schon in gemaessigterem Klima in den Bergen. Wir wuenschen euch weiterhin schoene Erlebnisse.Gruss Mutti und Vati

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