Indien 2013 – Endlich im Himalaya, Uttarakhand

Hallo zusammen,
Nach langer Zeit heute (2.4.2013) mal wieder ein Textbetrag von uns. Wir befinden uns gerade in Dhoulchhina im Bundesstaat Uttarakhand. Der Ort befindet sich auf 1820m ueber dem Meer und jeden Morgen sehen wir vom Dach des Hotels die schneebedeckten Gipfel des Himalaya.

Hier im Gebirge ist das Fortkommen mit den oeffentlichen Verkehrsmitteln deutlich schwieriger als im Sueden, denn zum einen fahren hier nur kleine sehr ueberfuellte Busse, die Strassen sind so eng und kurvenreich und zum anderen gibt es auch deutlich weniger Busse am Tag. Wir haben also den einzigen dekadenteren Ausweg gewaehlt und haben uns fuer 3 Wochen kurzfristig ein Auto gemietet und werden  nun mit Mr. Joshi hier durchs Gebirge fahren.

Angekommen sind wir hier im Gebirge aber nach einem Flug von Bangalore nach Delhi und einer schrecklichen Fahrt im Nachtbus von Delhi nach Nainital. Die Nachtbusfahrt war in dem Sinne schrecklich, als dass man uns einen komfortablen Volvobus mit Sitzen versprochen hat, die sich fast zu einem Bett umfunktionieren lassen sollten. Stattdessen sassen wir eingepfercht in einem normalen Bus, fuhren zuerst 2 Stunden durch das naechtliche , zum Teil fuerchterlich stinkende Delhi um die Insassen des Busses noch irgendwie umzuverteilen. Man wusste nicht mehr wie man sitzen sollte, als wir langsam gegen 4 Uhr morgens in die Bergregion kamen. Es war grad Vollmond und man konnte die Berge und Doerfchen sehen und ploetzlich waren wir aufgeregt und freuten uns auf die naechsten 3-4 Wochen hier.

Landschaft in der Naehe von Dhoulchhina

Der Bus erreichte Nainital kurz vor 6 Uhr morgens, wir schulterten unsere Rucksaecke und begaben uns auf Unterkunftssuche, was sich als ziemlich schwierig herausstellte. Nainital befindet sich auf ca. 2000m Hoehe an einem See umgeben von Bergen und ist ein seeehr beliebter Urlaubsort vor allem fuer reiche Inder aus Delhi. Nach 1 Stunde Zimmersuche hatten wir immer noch nichts gefunden, aber dann hatte doch ein Hotelbesitzer erbarmen und gab uns 1 Zimmer fuer 1000 Rupies.

Hier in Nainital hatten wir den ersten Blick auf die Kette der 7000er gehabt und waren natuerlich gluecklich. Der Ort selber ist eher nicht so prickelnd, da er total ueberfuellt ist. Eis- und Zuckerwatteverkaeufer, Maisverkaeufer und Verkaeufer von jeglichem anderen Kitsch und jede Menge Inder blockieren quasi die Seepromenade. Eine tibetische Gompa besuchten wir hier noch, kletterten zum Snow View Point, hatten Angst vor herumstreunenden Hunden und trafen eine sehr nette Franzoesin, mit der wir einen Abend verbrachten. So gingen die 2 Tage hier zu Ende.

Mit Joshi gings danach hierher nach Dhoulchhina. Er ist aus der Brahmin Kaste (einer der hoechstangesehensten Kasten, die fuer gewoehnlich die Menschen sind, die in den Tempeln die Rituale und Gebete leiten bzw. durchfuehren) und ist ein sehr netter 21 jaehriger junger Mann. Er ist sehr glaeubig, fuehrt jeden Morgen in seinem Zimmer ein ca. 1 stuendiges Gebet durch, sodass wir hier mit Segen und Schutz die teilweise haarstraeubenden Strassen herumfahren. Ausserdem kennt er sich hier bestens aus und fuehrt uns, zu fuer ihn und die Menschen hier wichtigen und bedeutenden Tempeln, die sonst wohl kaum von Touristen besucht werden. Durch ihn koennen wir auch ueberhaupt den Kontakt mit den lokale Leuten (die hier kaum Englisch sprechen) aufnehmen. Auch seine Zugehoerigkeit zur Brahmin Kaste hat uns schon an Tempelritualen (Poojas) teilnehmen lassen, die wir alleine nicht haetten besuchen koennen.

Ein paar wunderschoene Treks haben wir schon gemacht. Einer fuehrte uns z.B. durch unberuehrten, zauberhaften Wald ins Binsar Wildlife Sanctuary. Hier gibt es hunderte Jahre alte Rhododendronbaeume, die im Moment auch noch voller roter Blueten sind. Unterwegs hat man immer wieder Ausblicke auf terrassenfoermig angelegte Felder an den steilsten Berghaengen und auf ueber 7000m hohe schneebedeckte Berge.

Soweit erstmal aus dem schoenen Himalaya…
Mirko & Ivy

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Eine Antwort zu “Indien 2013 – Endlich im Himalaya, Uttarakhand

  1. die Radeberger writes:Hallo Ivy und Mirko,was ihr so erlebt und berichtet, klingt so schoen, dass wir bezweifeln, dass ihr bereits bald die Heimreise antretet. Aber die Zeit kommt und ihr muesst zurueck. Wir wuenschen euch weiterhin tolle Erlebnisse und schoene Fotos, auf die wir uns schon freuen. Gute Reise und eine Rueckkehr ohne Probleme! Eure Eltern

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