Indien 2013 – The Mighty Himalayas

Ahoj,
Gerade kommen wir aus einem wunderschönen Tempel in Ukhimath. Von aussen machte er nix weiter her, aber sobald man den Eingang zum Innenhof passiert hatte, sahen wir schöne bunt bemalte Holzbalustraden, einen schoenen Steintempel in der Mitte mit Steinschnitzereien und Skulpturen. Der Innenhof war mit bunten Stoffen ueberhangen (als Sonnen- und Regendach) und ca. 20 bunt gekleidete Frauen, ein paar Kinder und Männer sassen gespannt auf der Treppe und lauschten den Erzählungen aus der Ramajana, einer der wichtigsten Hindugeschichten, welche hier ueber eine Dauer von 7 Tagen vorgetragen wird.

Im Tempel von Ukhimath

Im Tempel von Ukhimath

Wir sind jetzt schon eine ganze Weile hier im Himalaja unterwegs und so langsam heisst es von den Bergen Abschied nehmen. Wunderschön ist es hier und es fällt uns sicher nicht leicht. Die Natur ist ueberwaeltigend, das Wetter schoen (wenn auch abends bissel kalt) und viele interessante Tempel und Pilgerstellen gibt es hier. Nicht umsonst betitelt sich Uttarakhand als der Sitz der Goetter.

Gestern erreichten wir unseren bisherigen Hoehenrekord, der wohl auch ne Weile Bestand haben wird. Von Chopta aus stiegen wir hinauf zum Tungnath Tempel. Er ist der hoechste Shivatempel Indiens (oder der Welt) und befindet sich auf 3680m ueber dem Meeresspiegel. Die letzten Meter mussten wir noch durch Schnee stapfen, um dann, den schoenen Tempel von aussen betrachten zu duerfen. Geoefftet war er leider noch nicht. Wegen den grossen Schneemassen, die hier im Winter liegen, sind die wichtigsten Tempel erst ab Mitte Mai geoeffnet. Der Aufstieg ging wieder durch den, uns schon üblich gewordenen, blühenden Rhododendronwald, bis nur noch Bergwiesen wuchsen. Unterwegs hatten wir immer fantastische Ausblicke auf die Himalayariesen, die hier leider immer pünktlich zur Mittagszeit ihren Wolkenvorhang schliessen. Die letzten 1,5 km zum Gipfel des Chandrashila (ueber 4000m hoch) schenkten wir uns, da der Pfad noch mit Eis und Schnee bedeckt war.

Aus selbigem Grund und auch weil wir ausgerechnet an diesem Morgen was schlechtes gegessen hatten, mussten wir bei einem 2 Tagestrek in Munsiyari vor ca. 1 Woche den letzten Aufstieg auslassen. Von Munsiyari aus ging die Wanderung hinauf zu einem fertig gebauten Guest House, welches aber seit Jahren unbenutzt und verschlossen herumsteht. Ein Projekt der Regierung, was wohl gescheitert scheint. Die Huetten liegen auf ca. 3000m und die Leute haben illegal 1 Schloss aufgebrochen um Unterschlupf zu finden, wenn sie hier langwandern. Wir stellten aufgrund der Kaelte draussen das Zelt in diesen Raum, machten draussen ein Feuerchen, welches nicht so recht brennen wollte und verkrochen uns aber schon bald in die Schlafsäcke. Mit mehrmaligen nächtlichen Toilettengaengen im Schnee unterbrochen, überstanden wir die Nacht. Am frühen Morgen sollte der letzte Aufstieg zum Khaliya Top (ca. 3500m) stattfinden, von wo aus man einen noch besseren Ausblick haben sollte, aber der Pfad war zugeschneit und wir fuehlten uns kraftlos, sodass wir lieber die Morgensonne und den Ausblick von unserer Uebernachtungsstation genossen haben. (Fotos habt ihr ja schon gesehen…).

In Munsiyari selber blieben wir ne Weile haengen. Hatten hier ein Hotelzimmer wie aus dem Katalog. Grosses Zimmer, riesige Fenster auf 2 Seiten, ein kleiner Balkon und das beste war der Ausblick auf die Panchachuli-gipfel, das ist eine Kette von 5 schneebedeckten 7-Tausendern, die direkt vor einem aufragten. Fast zum Greifen nah. Wenn wir uns vom Zimmer losreissen konnten, dann machten wir taeglich auch noch paar andere schoene Wanderungen hier.

Blick aus dem Fenster unseres Hotels in Munsyari auf die 7000m hohen Gipfel der Panchachuli-Gruppe

Blick aus dem Fenster unseres Hotels in Munsyari auf die 7000m hohen Gipfel der Panchachuli-Gruppe

Ein anderer Stop hier in Uttarakhand war in Kausani, dem „Little Switzerland“ (angeblich hat M. Ghandi den Ort so tituliert). Naja ich war noch nie in der Schweiz, aber es sieht definitiv anders aus als hier, da bin ich mir sicher. Kausani selbst ist ein beliebter Touristenort. Viele Hotels draengeln sich hier aneinander. Die meisten Touristen sind Inder, die hier nachmittags anreisen, sich auf die Terrasse hocken und auf einen farbigen Sonnenuntergang hoffen. Man sieht von hier Nanda Devi, Trishul etc. – alles Berge ueber 7000m. Am naechsten Morgen das gleiche beim Sonnenaufgang. Wandern gehen Inder jedenfalls nicht, deshalb weiss nicht was die den lieben langen Tag machen. Wir jedenfalls mieteten uns einen Guide, der uns hier 2 Tage ueber Berge und durch Waelder, Doerfer und Felder fuehrte.
Hier in Kausani wird auch Tee angebaut. Wir sahen die Plantagen und die Teefabrik und deckten uns reichlich mit dem Tee ein.

Morgen unternehmen wir unseren letzten Trek hier im Hochgebirge. Ziel ist der Kartikswami Tempel, der auf einem spitzen Berg liegt, von wo aus man einen 360 Grad Rundumblick haben soll. Mal sehen. Danach geht es nach Rishikesh…

Soviel erstmal von uns.
Liebe Gruesse,
Ivy & Mirko

Advertisements

2 Antworten zu “Indien 2013 – The Mighty Himalayas

  1. Anonym writes:wieso illegal 1 Schloss aufgebrochen, die Leute haben sich eben das Recht des Wanderers auf Unterschlupf genommen..quasi gelebte DEmokratie:)RolloJizerld spare

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s