Thailand 2015 – schlaflose Nächte in Bangkok und Kommunikationsprobleme im Dschungel

Jetzt sind wir hier nun schon ca. eine Woche in Thailand unterwegs, und es ist Zeit für einen ersten Eintrag. Angefangen hat wie immer alles in Bangkok. Am Dienstag landeten wir nach einem unaufgeregten Flug in der asiatischen Metropole und stellten fest, dass sich nach all den Jahren doch so einiges geändert hat. Der Bus, der uns sonst immer ins Zentrum gebracht hat, existiert nicht mehr und wir hatten keine Ahnung, wie man jetzt mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt fahren konnte. Müde wie wir waren, entschieden wir uns für die Taxivariante, wo wir am Ende auch fast den doppelten Preis berappen mussten, da wir einen Preis vorher aushandelten. Später sahen wir auf dem laufenden Taxameter, dass wir uns da verkalkuliert hatten. Der Fahrer war aber nicht bereit von dem Preis abzurücken – also fürs nächste mal notiert, auf ein Taxameter zu bestehen. Egal wir wollten halt einfach nur ins Bett um uns erstmal etwas auszuruhen – für jeden Preis.

Schlafen ist aber gar nicht so einfach in Thailand. Zunaechst einmal hat man den Jetlag in den Knochen, dann ist es furchtbar heiß und schwül und zum anderen gibts hier halt auch ne Menge Menschen, die auch ne Menge Krach produzieren. Nachts gab es bis fast 5 Uhr morgens Krach, weil sich eine Gruppe von Thais hier im Hotel unbedingt betrinken und streiten mussten. So ging es 2 volle Nächte…

Nach 2 Nächten in Bangkok machten wir uns also früh auf, mit dem Zug in Richtung Westen nach Kanchanaburi und noch ein Stück weiter nach Nam Tok zu fahren. Nam Tok ist die Endhaltestelle der Bahnstrecke und bedeutet eigentlich nur Wasserfall. Nach gut 3 Stunden Fahrt fuhr der Zug irgendwo auf halber Strecke einfach nicht mehr weiter. Auf Nachfrage beim Schaffner hörten wir immer die gleiche Antwort: In 10 Minuten geht es weiter. Als wir die gleiche Antwort nach 1,5 Stunden erhielten, hörten wir auf zu fragen und ergaben uns unserem Schicksal. Andere Mitreisende wussten mehr und teilten uns mit, dass der vorherige Zug auf der Strecke vor uns wohl aus dem Gleis gesprungen war. Die Bahnstrecke hier wird auch Death Railway genannt, aber aus einem anderem Grund: Während des 2. Weltkrieges ließen die Japaner hier eine Eisenbahnstrecke nach Burma bauen – von deren Kriegsgefangenen.

Mit reichlich Verspätung erreichten wir schliesslich unser Ziel Nam Tok, von wo es nicht mehr weit sein sollte zu unserer Unterkunft – Sam’s Jungle Guesthouse. Dort angekommen waren wir erstmal etwas frustriert. Von Hunger geplagt hatten wir vor, uns dort erst einmal den Bauch voll zu schlagen, aber die Angestellten konnten leider kein Wort Englisch und ein anderes Restaurant war nicht in der Nähe. Mit Hilfe von Google schafften wir es, ein vegetarisches Gericht bestehend aus trockenem Reis mit ein paar Stückchen Gemüse und ein Bier zu bestellen. Nachbestellungen waren nicht möglich, weil der Mann auf sein Moped stieg und davonbrauste. Das Guesthouse liegt, wie der Name schon andeutet, sehr abgeschieden – kein Laden, kein Restaurant in der Nähe und das Essen mußte aus der nächst größeren Stadt geholt werden. Das wird spaßig dachten wir uns, aber letztendlich arrangierten wir uns mit der Situation und hatten hier sehr schöne Tage, die wir für Besuche von beeindruckenden Höhlen, Wanderungen durch dichten Dschungel und Kommunikation mit Händen und Füßen nutzten.

Zuerst besuchten wir die Höhle ‚Tham Lawa‘ im Sai Yok Nationalpark, die ca. 400m tief in die Kartberge hineinreicht. Hier soll auch die kleinste Fledermausart der Welt beheimatet sein. Sie wird nur ca. 2 Gramm schwer. Wunderschöne Stalaktiten und Stalakmiten gibt es hier zu bestaunen. Danach fuhren wir noch zum Say Yok Noi Wasserfall, der ein beliebtes Ausflugsziel für Thailänder darstellt. Umso mehr, wenn auch noch ein verlängertes Wochenende ansteht. Man kann sich den Rummel gar nicht vorstellen. Fast jeder Quadratmeter der Umgebung war mit Picknickmatten belegt und die Thai hatten viel Spass beim Baden in dem Wasserfall.

Tags darauf fuhren wir noch zu einem anderen Teil des Nationalparks und besichtigten einen weiteren Wasserfall, machten eine kleine Wanderung durch den Dschungel und erkundeten eine weitere Höhle. Die nachfolgenden Fotos entstanden an diesem Tag.

Unser nächstes Ziel ist dann Sangkhlaburi fast an der Grenze zu Myanmar, davon dann aber beim nächsten Mal mehr.

Ihr seht, alles ist Bestens und wir schicken viele Grüße nach Hause..

Bis bald!

Ivy und Mirko

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3 Antworten zu “Thailand 2015 – schlaflose Nächte in Bangkok und Kommunikationsprobleme im Dschungel

  1. Wow, beautiful nature. I envy you so much! Bring some presents 🙂
    Do you remember Yuriy? He says hi.
    Anyway, good luck with your travels. Say hello to Ivy

  2. Mensch Kanzler, eene Woche schon wieder dort, wahnsinn.. Feucht heißes Klima mit schönen Wasserfällen wäre ooch was für mich grade… Gruß

  3. Sieht gut aus! War ein schöner Ausflug in Sai Yok. Hoffen ihr seid gut weiter gekommen. Schöne Grüße, Andreas und Lea

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