Thailand 2015 – Sangkhlaburi

Hier mal wieder ein Update aus Asien. Unser nächstes Ziel sollte Sangkhlaburi ganz im Westen von Thailand sein. Von hier ist es nicht mehr weit nach Myanmar. Eigentlich wollten wir letzten Samstag von Sam’s Jungle Guesthouse mit den lokalen Bussen nach Sangkhlaburi fahren, aber nachdem wir versucht hatten ein Zimmer telefonisch zu reservieren, wurden wir wieder belehrt, dass es am Wochenende keine gute Idee war anzureisen. Kein Zimmer war zu ergattern und die Besitzerin eines Guesthouses hat sogar fast gebettelt, dass wir nicht anreisen sollten. Die Thailänder haben den Ort ganz für sich in Beschlag genommen, alles wäre total überlaufen und wir sollten lieber erst am nächsten Tag kommen, da wären dann die Thais weg und wir hätten den Ort eher für uns alleine. Klingt besser und so folgten wir ihrem Ratschlag.

Sonntag früh also standen wir an der Hauptstrasse und versuchten den roten Bus mit der Nummer 8203 zum anhalten zu bewegen. Ein Bus fuhr vorbei ohne uns mitzunehmen, aber der nächste hielt an und wir stiegen ein. Was folgte war eine schöne interessante 4,5 stündige Busfahrt in einer bunten Metallkiste zusammen mit 5 Hähnen, die ab und an mitteilen wollten, dass sie noch da waren. Die Fahrt führte durch wunderschöne Natur – Teile der Strecke führten durch den Khao Laem Nationalpark. Am Nachmittag erreichten wir Sangkhlaburi, spazierten zu unserem Hotel und haben erstmal wieder ein Thai Curry gegessen.

Sangkhlaburi liegt am oberen Ende eines grossen Stausees und ist eigentlich geteilt in 2 Teile. Eine über 400m lange Teakholzbrücke – die längste dieser Art in Thailand – verbindet den von Thais bewohnten Teil mit einem vorwiegend von Mon besiedelten Teil. Die Mon sind eine Volksgruppe, die aus dem heutigen Myanmar hierher eingewandert sind, um vor Bürgerkrieg und Unterdrückung zu fliehen. Die Menschen tragen hier häufig die Longies, eine Art Wickelrock für den Herren und die Frauen benutzen Tanaka, eine helle Paste, die sie sich oft in schönen Mustern ins Gesicht schmieren. Das soll vor der Sonne schützen, Schmuck darstellen und ausserdem sehr gut für die Haut sein. Der burmesische Einfluss ist allgegenwärtig.

Am nächsten Morgen, als die Sonne gerade aufging, machten wir eine Bootsfahrt auf dem See und liessen uns zu 3 Tempeln fahren. 2 davon sind heutzutage teilweise unter Wasser – das ursprüngliche Dorf wurde im Zuge des Staudammbaus überschwemmt – und der 3. Tempel wurde nicht mehr weiter gepflegt, sodass er nun langsam von der Natur in Beschlag genommen wird. Früh morgens ist es noch herrlich ruhig auf dem See und wir waren froh so früh aufgestanden zu sein.
Danach spazierten wir noch durch den recht grossräumigen Ort, besuchten die anderen Tempel der Stadt und schlenderten einfach herum. Ein sehr schöner Tag war das.

Das Ziel für unseren nächsten Tag waren die ‚Sadan Bandan‘ Höhlen, die Teil ein Meditationszentrums irgendwo am Fusse eines Karstfelsens waren. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fuhren wir zum 3 Pagodas Pass, der Grenze zu Myanmar. Weiter ging es mit dem Motorradtaxi zu den Höhlen. 2 kleine Mädchen führten uns durch die zahlreichen Höhlen, wo verschiedene Buddhafiguren aufgestellt waren. Überall gab es kleine versteckte Nischen, wo Plätze eingerichtet waren, wo die Mönche oder Besucher des Zentrums ungestört meditieren konnten. Eine wunderbare friedliche und beruhigende Atmosphäre herrschte hier und wir genossen die Zeit hier sehr. Auf dem Rückweg zur Hauptstrasse, wo wir ein Sammeltaxi anhalten wollten, kamen wir noch durch grosse Kautschukplantagen und assen ein vegetarisches Fertigmenü in einem kleinen Hotel.

Ihr seht, Sangkhlaburi ist ein herrliches Plätzchen und wir bereuen es nicht hierher gefahren zu sein. Unser nächstes Ziel war dann Kanchanaburi, wo wir den Erawan Wasserfall besuchen wollten. Davon dann separat im nächsten Beitrag.

Bis bald
Ivy und Mirko

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