Thailand 2015 – Khao Yai Nationalpark

Mit einem sehr hohen Reisebus (2 Stockwerke) fuhren wir von Kanchanaburi recht bequem und schaukelig direkt nach Pak Chong, einem Ort nördlich unseres nächsten Reisezieles. Die folgenden Tage wollten wir im Khao Yai Nationalpark verbringen. Der Park ist als UNESCO Weltnaturerbe gelistet und beherbergt in seinem dichten ursprünglichen Regenwald noch viele seltene Tier- und Pflanzenarten. Neben Gibbons, Elefanten, Bären und diversen Hirsch- und Reharten soll es hier auch noch ein paar wilde Tiger geben.

Der besagte Doppelstockbus spuckte uns nach ca. 4,5 Stunden Fahrt irgendwo an der Hauptstrasse in Pak Chong aus. Von hier wollten wir dann die von uns vorher ausgesuchte Lodge anrufen, damit sie uns hier aufsammelt und kostenfrei zum Hotel bringt. Ich war mir nicht sicher, wie ich beschreiben sollte, wo genau wir eigentlich sind – eigentlich erwartete ich einen richtigen Busbahnhof hier. Kaum ausgestiegen fragte man uns schon, wo wir denn hin wollten – ich antwortete erstmal: zum Einkaufen in den 7-Eleven. Auch um etwas Zeit zu gewinnen, um den nächsten Schritt zu planen. Die Frau stellte sich am Ende als Taxivermittlerin heraus und telefonierte dann mit unserem Hotel. 10 Minuten später saßen wir im Taxi und alles war Ok. Manchmal ist das Reisen ganz einfach hier.

Übernachtung fanden wir in der Khao Yai Garden Lodge etwas ausserhalb des Parks, aber wir hatten hier ein sehr schönes Zimmer, einen Swimming Pool und einen riesigen Garten wo es Unmengen an interessanten Orchideen und anderen Pflanzen gab.

Für den nächsten Tag hatten wir eine Tagestour in den Nationalpark gebucht und um 8 Uhr früh ging es los. Nachdem wir die Nationalparkgrenze passiert hatten führte die Strasse hinauf in die mit Urwald bewachsenen Berge. Zuerst hielten wir an einem Aussichtspunkt an, wo die Affen herumspielten und darauf spekulierten die eine oder andere Banane zu ergattern. Kurz darauf, an dem Ausgangspunkt unserer Wanderung durch den Dschungel hörten wir dann zunächst eine Familie von Gibbons. Sie schienen sich eine Menge zu erzählen zu haben. Wenig später sahen wir den ersten dieser imposanten Tiere, die zu den sogenannten ‚kleinen Menschenaffen‘ gezählt werden, hoch oben in den Baumwipfeln sitzen. Bald schon kreuzte die ganze Familie die Strasse hoch über uns und wir konnten sie wunderbar beobachten, wie sie teilweise mit Babies beladen, ihre riesig langen Arme benutzten um sich von Ast zu Ast zu schwingen. Toll war das!

Die folgende Wanderung führte uns durch unberührten Regenwald vorbei an riesigen Bäumen, durch dichtes Dickicht bis zu einer Lichtung, wo es einen Beobachtungsturm gab. Noi, unser Guide, war eine sehr nette Frau in den mittleren Jahren, mit der wir während des Tages viel gelacht und viel Wissenswertes erfahren haben. Sie erklärte uns diverse Pflanzen und ihre möglichen Heilwirkungen, zeigte uns kleine und große Spinnen und auch die Spuren der wilden Elefanten, die dieses Gebiet noch bewohnen. Die Dunghaufen, die wir sahen, waren teilweise noch sehr frisch und groß. Leider sahen wir die Elefanten während des Tages nicht.

Später am Tag besuchten wir noch 2 verschiedene imposante Wasserfälle, ehe wir im Dunkeln unsere Unterkunft erreichten. Ein sehr schöner Tag war das.

Am nächsten Tag machten wir die meiste Zeit nicht viel, wuschen etwas Wäsche, genossen den schönen Pool, ehe es am Nachmittag wieder mit Noi auf eine kurze Tour ging. Diesmal besuchten wir eine Quelle, erkundeten eine Höhle, wo es viele Fledermäuse gab und sahen dann am Abend, wie aus einer anderen Höhle Unmengen dieser Tiere herausflogen um sich des Nächtens ihre Bäuche mit Fruchtnektar zu füllen. Leider war es schon fast stockdunkel, als das Spektakel begann. Manchmal hörte man nur den Schwarm von Fledermäusen über sich und konnte sie nicht sehen, manchmal allerdings sah man den stetigen Schwarm. Es müssen Millionen dieser kleinen Tiere gewesen sein.

So jedenfalls gingen unsere Tage im Khao Yai zu Ende und als nächstes Ziel stand dann Kambodscha auf dem Plan, wo wir uns die alten Khmertempel von Angkor ansehen wollen. Davon dann beim nächsten Mal.

Mit asiatischem Gruß
Ivy und Mirko