Kambodscha 2015 – Die Tempel von Angkor

Nachdem wir einige entspannte Tage im Khao Yai Nationalpark verbracht hatten, stand uns als nächstes erst einmal ein sehr anstrengender Reisetag über die Grenze nach Kambodscha bevor. Unser Ziel hier war Siem Reap, der Ausgangspunkt zu den vielen Tempeln von Angkor. Früh morgens ging es mit dem Taxi zurück nach Pak Chong, wo wir einen Minivan besteigen wollten, der uns nach Nakhon Ratchasima bringen sollte. Statt mit dem schnelleren Minivan (die Ticketverkäufer wollten uns aus mir unverständlichem Grund kein Ticket verkaufen), fuhren wir wohl mit dem langsamsten aller Busse und verpassten dadurch den 9 Uhr Bus zur Grenze um ca. 20 Minuten. Uns blieb nix anderes übrig hier auf dem Busbahnhof bis 12 Uhr zu warten. Zu allem Übel verstand uns hier niemand und so blieben unsere Wünsche nach einer einfachen fleischlosen Nudelsuppe unerhört.

Mittags ging es weiter nach Aranyaprathet, der Grenze zu Kambodscha. Hier, so haben wir überall gelesen, sollte man sehr aufpassen, damit man nicht über den Tisch gezogen wird. Sowohl auf thailändischer als auch auf kambodschanischer Seite in Poipet gibt es jede Menge zwielichtiger Gestalten, die Services anbieten, die in falsche Visa gipfeln, oder aber man endet auf irgendeinem Busbahnhof wo alle Tickets das doppelte des üblichen Preises kosten. Wir gingen also los um diese Grenze zu meistern ohne zuu viel an Extrageld hinblättern zu müssen. Alles lief eigentlich glatt, wir besorgten uns das kambodschanische Touristenvisum, liefen an Kasinos im Niemandsland vorbei, passierten die kambodschanische Immigration und schafften es ohne Probleme kurz vor dem Dunkelwerden nach Poipet. Wir hörten uns unterwegs von einem Taxifahrer sein Angebot von 30 USD an und da es bald dunkel wurde, entschieden wir uns die restlichen 150km nach Siem Reap mit ihm mitzufahren. Wir sahen, wie er einem Polizisten irgendein Schmiergeld bezahlte und los ging die Fahrt, die nochmal 1,5 Stunden dauern sollte. Als er dann aber irgendwo in eine Seitengasse fuhr und ausstieg, dann dachten wir, jetzt ist es uns auch passiert. Wir sind einem Betrüger aufgesessen und imbesten Fall dauert es jetzt noch deutlich länger. Wir protestierten und meinten, dass wir doch sofort und ohne Stop nach Siem Reap fahren wollten und irgendwie ist er dann auch weitergefahren. So manch dunkler Gedanke geisterte uns im Kopf herum, als wir so durch die Nacht donnerten, aber letztendlich kamen wir gut an unserem Ziel an und checkten im Smiley’s Guesthouse ein. Was für ein Tag!!

Den nächsten Tag ruhten wir uns erst einmal aus – wir schlenderten etwas durch die sehr touristische Stadt, gönnten uns einen Passionsfruchtshake und indisches Essen. Für morgen früh organisierten wir uns einen Tuk Tuk Fahrer, der uns aber am selben Tag noch zum Ticketoffice brachte und wir nach 17 Uhr schon einmal einen Blick auf Angkor Wat warfen, ohne dafür unseren 3 Tages Pass (40 USD) benutzen zu müssen Voll war es dort und bald schon wurde zugesperrt und wir mussten wieder zurück.

Am nächsten Tag ging es also schon 5:30 Uhr los um zum Bayon Tempel zu fahren, der dann hoffentlich noch nicht überfüllt sein wird. Wir erreichten den Bayon Tempel gegen 6 Uhr und waren wirklich ziemlich alleine. Er befindet sich im Zentrum von Angkor Thom. Angkor Thom („Große Hauptstadt“) wurde ab Ende des 12., Anfang des 13. Jahrhunderts auf Geheiß von König Jayavarman VII. als neue Hauptstadt des Angkorreichs errichtet. Das besondere am Bayon ist sein etwas eigenartiger Aufbau mit vielen Türmen von denen jeweils in alle 4 Himmelsrichtungen riesige lächelnde Gesichter des Bodhisattva Avalokiteshvara zu sehen sind. Ausserdem findet man hier herrlich erhaltene Reliefgallerien.
Danach besuchten wir noch andere Bauwerke innerhalb von Angkor Thom, wie etwa die Tempelpyramide Phimeanakas, die Terrasse der Elefanten und die Terrasse des Lepra-Königs sowie den große Tempelberg Baphuon. Schon müde ruhten wir uns erst einmal etwas in einem der vielen kleinen Restaurants aus. Hier muss man, wenn man die Speisekarte in den Händen hat, auch anfangen zu handeln. Danach ging es mit dem Tuk Tuk zu weiteren beeindruckenden Tempeln, von  Preah Khan unser heutige Lieblingstempel wurde.

Hier einige Fotos von unserem ersten Tag von Tempelerkundungen in Angkor.

Am 2. Tag ging es gegen halb 7 Uhr früh weiter und wir besuchten den berühmten Ta Prohm Tempel, der unseren Lieblingstempel abgelöst hat, sowie weitere der unzähligen Ruinen und Tempel hier. Ich spar mir hier eine Aufzählung der Namen und stattdessen zeige ich lieber ein paar mehr Fotos. Ach ja, Gott sei Dank hat es bei unserem Besuch von Angkor Wat am Nachmittag geregnet, sonst wären noch mehr Leute da gewesen. 🙂

Soviel zu den Tempeln, die sich in der näheren Umgebung von Siem Reap befinden.

Mit asiatischem Gruss
Ivy und Mirko

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