Kambodscha 2015 – Noch mehr alte Khmer Tempel (Kbal Spean und Beng Mealea)

Noch immer stationiert in Siem Reap, dem Tor zu den Tempeln von Angkor, genossen wir oft Abends das Essen beim Inder, gönnten uns Fruchtshakes, schlenderten über die Pub Street und kauften etwas auf dem Nachtmarkt ein. Tagsüber liessen wir uns von Leng mit dem Tuk Tuk durch die Umgebung fahren und an unserem letzten beiden Tagen auch zu etwas weiter entfernten Tempeln.

Zunächst besuchten wir Banteay Srej, einem kleinen Tempel, der vor allem durch seine unglaublich feinen und plastischen Reliefs berühmt ist. Fast jeder Quadratzentimeter des Tempels ist verziert mit solchen Steinreliefs, von denen man sagt, dass sie so fein sind, dass nur Frauenhände sie erschaffen haben können. Trotz unseres wieder recht frühen Starts, war es schon sehr voll hier und man muss manchmal etwas warten um Aufnahmen ohne Menschen hin zu bekommen.

Danach fuhren wir noch zu Kbal Spean, oder dem Fluss der Tausend Lingams. Zunächst führte der Weg vom Parkplatz etwa 30 Minuten immer bergauf durch schönen Dschungel, ehe man an einem kleinen Fluss kam, wo das Flussbett mit tausenden (vielleicht nicht ganz) von Lingams, dem Symbol des Hindugottes Shiva, gepflastert war. Sie wurden, wie andere Reliefs hier von Vishnu und Shiva, aus dem Fels herausgearbeitet und sollten das Wasser des Flusses reinigen und heilig machen. Eine sehr schöne Stelle war das hier und etwas flussabwärts donnerte das heilige Wasser dann über eine kleine Klippe und bildete einen wunderschönen Wasserfall umgeben von dichtem Dschungel. Kbal Spean war für mich ein Highlight hier in der Umgebung, wohl auch, weil es eine der Plätze war, die ich vor 10 Jahren bei meinem ersten Besuch von Angkor nicht besucht hatte.

Den Abschluss unserer Tempelexpedition bildete der schon ziemlich verfallene Tempel Beng Mealea, der nicht mit dem Angkor Ticket besucht werden kann. Nach ca. 60 km Anreise mit Tuk Tuk bezahlten wir die 5 USD Eintrittsgeld und fingen an diesen von dichter Vegetation überwachsenen Tempel zu erkunden. Trotz des kleinen Holzweges, den sie hier angelegt haben, kann man hier seine Indiana Jones Fantasien noch ausleben. Wir kletterten über Haufen von riesigen moosüberwachsenen Trümmern, fanden dabei Teile von einst prächtigen Steinreliefs und liefen mit Taschenlampen durch dunkle Gänge. Ganz abgeschieden ist man hier allerdings auch nicht mehr, aber Spass gemacht hat es mir sehr. Zurück ging es wieder durch das ländliche Kambodscha, durch Reisfelder und Dörfer, die noch nicht an das Stromnetz angeschlossen sind.

So ging unser kleiner Abstecher nach Kambodscha zu Ende. Das Land und seine Menschen haben uns sehr beeindruckt und wir können uns vorstellen auch nochmal hierher zu reisen und etwas weniger touristische Ziele zu besuchen. Das Lächeln der Gesichter auf den Tempeltürmen in Angkor findet man so auch bei jedem Menschen wieder, der einem auf der Strasse begegnet. 
Wir setzten uns am nächsten Tag wieder einmal in ein 4 rädriges Gefährt und machten uns auf den Weg zurück nach Thailand wo zur Belohnung dann die Insel Koh Kood wartet, von der ich euch später noch berichten werde. Nur vorab – ein Paradies!!

Viele Grüße
Ivy und Mirko

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