Sri Lanka 2015 – Aayubowan – Ein Hallo aus Sri Lanka

Gerade sitzen wir hier in Tangalle im Liegestuhl und schauen wohl das vorerst letzte Mal hinaus auf’s offene Meer, bevor es morgen dann ins Landesinnere und hinauf in die Berge geht. Es ist gerade bewölkt, aber der Ozean hat seine leicht türkisene Farbe behalten. Der Strand hier ist endlos lang, aber wegen der vielen Steine, den hohen Wellen und gefährlichen Unterströmungen eher ungeeignet für’s Baden. So hocken wir also hier, lauschen den Wellen und beobachten die eine oder andere Krabbe, wie sie unser Sichtfeld kreuzt. Und ich nutze die Zeit um endlich mal wieder etwas über unseren Trip zu berichten.

2 Wochen sind wir nun schon in Sri Lanka unterwegs und haben uns langsam die Küste von Negombo/Colombo südwärts bis hier nach Tangalle angesehen. Unterwegs stoppten wir an mehreren Orten an den teils tollen Stränden, badeten ausgiebig im Indischen Ozean, beobachteten die Surfer und wurden selbst mehrmals von hohen Wellen durchgeschüttelt. Wir gingen auf Walsafari, wo wir allerdings kein Glück hatten und nur Delfine sahen, schauten uns Mangrovenlagunen an, wobei wir Krokodile, Warane und diverse andere Tierarten beobachten konnten und besuchten auch diverse buddhistische und hinduistische Tempel. Soweit gefällt uns Sri Lanka sehr. Man kommt bisher ausgezeichnet mit Bus und Bahn durchs Land, wenn es auch manchmal sehr eng zugehen kann. Am Busbahnhof muss man nur den Ortsnamen nennen und innerhalb der nächsten 5-10 Minuten sitzt man in einer bunten, fahrenden Blechkiste, die sich ihren Weg hupend entlang der teilweise sehr schönen Küstenstrasse bahnt. Ich bin gespannt, wie es im Landesinneren aussieht.

Wir verbrachten auch 2 Tage im kleinen Städtchen Galle, einer von den Portugiesen, Holländern und Briten benutzten Festung. Die kleine Halbinsel ist mit dicken Festungsmauern umgeben und im Inneren befinden sich kleine gemütliche Gassen mit schönen Kolonialbauten. Hier spazierten wir mehr oder wenig planlos herum, schauten uns die alten Gebäude an und genossen das wunderbare Passionsfruchteis. Von der Festungsmauer sahen wir einmal sogar 2 Meeresschildkröten, die um die Felsen im klaren Wasser herumschwammen. In Sri Lanka ist jeder Vollmondtag ein offizieller Feiertag und hat hier im Buddhismus eine spezielle religiöse Bedeutung. Wir planten unseren Aufenthalt in Galle so, dass wir zum Novembervollmond in der Stadt waren, um die Festivitäten am kleinen buddhistischen Tempel hier mitzuerleben. Der sonst so relativ leere Tempel war abends stark besucht. Kerzen und Räucherstäbchen wurden zu Hauf angezündet und später hielt der Mönch wohl noch eine lange Rede. Die haben wir uns allerdings trotz des starken Regens am Ende entgehen lassen. 🙂

Vor ein paar Tagen schauten wir uns auch die Felsentempel von Mulkirigala an. Sie befinden sich etwa 20km von Tangalle entfernt und wir mieteten uns ein Tuk-Tuk für den Ausflug. Durch grüne Reisfelder ging die Fahrt auf zumeist kleinen Strassen, die manchmal von einer Herde von Wasserbüffeln blockiert wurden. Pfaue sahen wir auch unterwegs, ehe wir dann an der 2300 Jahre alten Tempelanlage ankamen. Hier erhebt sich ein über 200m hoher Felsen aus dem Palmenmeer und auf 4 Ebenen befinden sich 7 kleine Höhlentempel. Die Wände sind mit Malereien verziert und meistens befindet sich eine liegende Buddhastatue in der Höhle. Von oben hatten wir auch einen herrlichen Ausblick auf das Land, obwohl es zu regnen begonnen hatte. Sehr beeindruckt von der Anlage fuhren wir wieder zurück.

Am meisten beeindrucken uns aber die Menschen hier. Sie sind so herzlich und hilfsbereit und schenken uns ständig ein Lächeln.
Reis und Curry ist hier quasi das Nationalessen, wo man neben Reis mehrere kleine Schälchen mit Gemüsecurries bekommt. Nicht immer sind alle soo lecker, aber wenn man, wie es uns einmal passiert ist, 10 verschiedene auf dem Tisch hat, wird man garantiert fündig. Gestern hatten wir das erste mal sogenannte String Hoppers probiert, das sind eine Art Nudelplätzchen, die dann mit Dhalcurry oder Kokosnusssambal (Kokosnuss-Chilli-Paste) gegessen werden.

An die Temperaturen hier haben wir uns wohl schon zuu gut angepasst, denn die Abendtemperaturen von 27 Grad empfinden wir fast schon als zu kalt. Hier in Tangalle blieb der Ventilator jedenfalls bisher immer aus. Wie wird das erst in den Bergen, geschweige denn zurück zu Hause? Daran wollen wir lieber noch nicht denken. 2,5 Wochen liegen ja noch vor uns, wo wir ausser Teeplantagen, Bergen auch noch historische und beeindruckende Tempelanlagen besichtigen wollen.

Macht’s gut!
Mit sri lankanischem Gruß
Ivy und Mirko

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